Deutschland im Winterchaos: Eisregen, Schnee und Glätte drohen erneut

Deutschland rutscht weiter durch den Winter. Nach dem Abzug eines kräftigen Schneetiefs bringen neue Tiefdruckausläufer erneut Eisregen, Glätte und Schneefall in viele Regionen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schwierigen Straßenverhältnissen und wachsenden Risiken für Verkehr und Alltag.

DWD-Warnungen: Schneefall und Glätte fast bundesweit

Am Donnerstag müssen Autofahrer und Fußgänger in zahlreichen Teilen Deutschlands wieder mit rutschigen Straßen rechnen. Laut DWD treten vor allem im Süden leichte Schneefälle auf, während im Rest des Landes Gefahren durch gefrierenden Sprühregen und überfrorene Nässe drohen. Bereits in der Nacht zu Donnerstag war Glätte vorhergesagt worden, und tagsüber sowie in der Nacht auf Freitag bleibt die Gefahr bestehen.

Schneefallgebiete im Überblick

Besonders betroffen sind Streifen vom Emsland über zentrale Mittelgebirgsregionen bis in den Süden. Die Schneefallgrenze sinkt in Südwesten und Westen von zunächst 600 Metern auf etwa 200 bis 400 Meter. In Regionen wie Schwarzwald, Schwäbische Alb und Allgäu sind bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich. Ab Donnerstagabend lässt der Schneefall von Süden und Westen her nach.

Gefährliche Zwischenfälle: Eisblöcke und herabfallende Äste

Ein dramatischer Vorfall ereignete sich in Sarstedt, Landkreis Hildesheim: Zwei Jugendliche sollen einen etwa 30 Zentimeter großen Eisblock von einer Brücke auf ein Auto geworfen haben. Die Fahrerin konnte zwar abbremsen, aber das Fahrzeug wurde beschädigt. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurde eingeleitet.

In Nürnberg wurde eine 77-jährige Spaziergängerin von einem herabfallenden Ast getroffen und tödlich verletzt. Passanten fanden die Frau leblos am Boden liegen. Solche Unfälle verdeutlichen die Gefahren extremer Winterbedingungen für die Bevölkerung.

Schulschließungen und Einschränkungen im Alltag

Wegen Schnee und Glätte bleiben in mehreren Landkreisen die Schulen geschlossen, darunter Vechta, Erlangen und Kulmbach. Schülertransport und Präsenzunterricht fallen aus. Eltern und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Warnungen ernst zu nehmen und Fahrten nur wenn notwendig zu unternehmen.

DWD verschärft Warnungen: Stufe Orange in Südthüringen und Nordbayern

Der DWD hat seine Warnstufen verschärft. In Südthüringen und Nordbayern gilt Warnstufe Orange wegen markanter Glätte durch gefrierenden Regen. Hunderte weitere Kreise und Städte stehen unter Warnstufe Gelb. Experten raten, unnötige Aufenthalte im Freien zu vermeiden und Verzögerungen einzuplanen.

Bis zu 10 Zentimeter Neuschnee erwartet

Nach Prognosen können am Dienstagabend in Niedersachsen, NRW, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern bis zu 10 Zentimeter Neuschnee fallen. Auch in Nordwestdeutschland sind örtlich ähnliche Mengen möglich. Mittwoch verlagert sich der Schneefall Richtung Westen und Südwesten. Im Osten drohen gefrierender Regen und Schneegriesel, während in Südwesten, Westen und Bayern weitere Niederschläge erwartet werden.

Extreme Kälte: Russland und deutsche Binnengewässer

Seltene Winterphänomene zeigen sich auch in Russland: Schnee türmt sich in Städten wie Petropawlowsk-Kamtschatski, und die Kälte-Glocke friert Seen wie die Müritz ein. Die Eisdecke der Müritz erreicht am Rand bis zu 25 Zentimeter, bleibt jedoch unter historischen Rekorden. Solche Kältephänomene beeinflussen auch das Wetter in Deutschland.

Fazit

Die aktuellen Winterbedingungen in Deutschland stellen sowohl Verkehrsteilnehmer als auch Behörden vor große Herausforderungen. Glatte Straßen, Schneefall und Eisregen erfordern erhöhte Vorsicht, Schulschließungen und sorgfältige Planung des Alltags. Der DWD rät dringend zu vorsichtigem Verhalten und aufmerksamem Beobachten der Wetterwarnungen.

Weitere Informationen:
Glatteis NRW & DWD Warnung,
Winterchaos in Franken,
Winterchaos Deutschland 2026

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