G7-Treffen: Deutschland drängt auf globale Zusammenarbeit bei Rohstoffen
Deutschlands Finanzminister setzt auf Kooperation
Am Sonntag rief der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit im Bereich kritischer Rohstoffe auf, kurz vor seinem Abflug nach Washington für das G7-Treffen.
Klingbeil betonte die Bedeutung einer verlässlichen und fairen Rohstoffversorgung für die europäische und deutsche Wirtschaft: „Der Zugang zu kritischen Rohstoffen und stabilen Lieferketten ist von höchster Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsplätze.“
G7-Gipfel fokussiert auf strategische Materialien
Die USA haben Finanzminister aus mehreren Industrienationen eingeladen, um Strategien für den Zugang zu Rohstoffen wie Lithium, Kobalt und seltenen Erden zu erörtern. Diese Materialien sind essenziell für moderne Technologien, doch ihre Versorgung hängt stark von wenigen Staaten ab, insbesondere von China, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Klingbeil erklärte: „Deutschland hat ein starkes Interesse an einer erweiterten internationalen Kooperation, um die Versorgungssicherheit zu stärken, die Abhängigkeit von einzelnen Staaten zu verringern und stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu sichern.“
China dominiert die Lieferketten
Die Volksrepublik China kontrolliert zwischen 47 % und 87 % der Raffination von Kupfer, Lithium, Kobalt, Graphit und seltenen Erden, laut Internationaler Energieagentur. Westliche Staaten suchen daher nach Wegen, ihre Abhängigkeit zu reduzieren und Strategien für alternative Lieferquellen zu entwickeln.
Geopolitische Spannungen um Grönland
Vor seinem Abflug nach Washington wies Klingbeil auch auf die geopolitische Dimension hin: „Das Schicksal Grönlands liegt allein bei Dänemark und Grönland. Die Souveränität und territoriale Integrität müssen respektiert werden.“ Diese Aussage erfolgte im Kontext der kontroversen Diskussionen um US-Präsident Donald Trumps Pläne bezüglich der Insel.
Der Minister betonte: „Wir stärken die Sicherheit im Nordpolarmeer gemeinsam als NATO-Mitglieder, wir stehen nicht gegeneinander.“
Wichtige Botschaften für die G7
Das morgige Treffen der G7 wird die Sicherung strategischer Rohstoffe in den Mittelpunkt rücken, während die westlichen Länder versuchen, die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Laut Klingbeil ist es entscheidend, internationale Partner einzubeziehen und gemeinsame Maßnahmen zu koordinieren: „Es ist wichtig, dass wir uns mit unseren internationalen Partnern abstimmen und dort zusammenarbeiten, wo es möglich ist.“
Fazit
Die Initiative Deutschlands zeigt, wie wichtig kooperative Strategien für Rohstoffe im globalen Kontext geworden sind. Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und faire Handelspraktiken stehen im Vordergrund, während die geopolitischen Spannungen im Norden und der Wettbewerb um kritische Materialien weiter zunehmen.



