Schockmoment in Mendig: Drei junge Männer stürzen in alten Schacht

In Mendig, Rheinland-Pfalz, kam es zu einem außergewöhnlichen Vorfall: Drei junge Männer stürzten bei einer Flucht vor der Polizei in einen rund 28 Meter tiefen ehemaligen Basaltabbau-Schacht. Die Rettungskräfte mussten unter höchster Vorsicht eingreifen, um die schwer verletzten Jugendlichen zu bergen.

Der Ablauf der Flucht

Am 17. November 2024 waren Justin, Lucian (19) und Fabrice (20) mit zwei Rollern von Koblenz nach Mendig unterwegs. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, nachdem einer der Roller gestohlen und der andere illegal modifiziert war. Ohne Führerschein versuchten die Jugendlichen zu entkommen, warfen ihre Fahrzeuge weg und rannten durch den dunklen Wald.

Gefährlicher Untergrund

Was die Jugendlichen nicht wussten: Unter Mendig existieren noch alte Basaltabbau-Schächte aus dem 19. Jahrhundert. Beim Fluchtversuch verloren sie plötzlich den Halt und stürzten in den Schacht. Lucian beschreibt die Situation: „Es ist wie ein Sprung vom Turm – nur trifft man den Boden, nicht Wasser.“

Schwere Verletzungen

Besonders Fabrice trug keine Schutzmaßnahmen mehr und wurde am schwersten verletzt: bewusstlos, mit Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen und Genickbruch. Lucian erlitt starke Prellungen und sein Bein war schwer verletzt. Dank des schnellen Eingreifens von Feuerwehr und Bergwacht konnten alle drei gerettet werden.

Die Rettungsaktion

Die Feuerwehr Mendig koordinierte die Rettung in einer einmaligen Aktion. Fabrice wurde zuerst geborgen, gefolgt von Lucian und Justin. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter schwierigen Bedingungen im Dunkeln, um die Verletzten sicher aus dem Schacht zu bringen.

Reflexion der Jugendlichen

Die drei Freunde bedauern ihr Verhalten und betonen, dass sie im Nachhinein sofort hätten anhalten sollen. Trotz aller Reue stehen ihnen rechtliche Konsequenzen bevor. Die gesamte Rettungsaktion wurde in der SAT.1-Sendung „Notruf Spezial: Sturz in die Tiefe – Das Wunder von Mendig“ gezeigt.

Nachwirkungen

Fabrices Genesung war mehrere Wochen kritisch, doch letztlich überlebten alle drei Jugendlichen. Der Vorfall zeigt einmal mehr, welche Gefahren alte Industrieanlagen bergen können, insbesondere wenn Unwissenheit und Leichtsinn aufeinandertreffen.

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