Großangelegter Rückruf bei Volkswagen in China
Berlin / Peking – Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen hat einen umfangreichen Rückruf in China angekündigt. Betroffen sind 206.012 Fahrzeuge des Modells Audi Q2 L, die zwischen August 2018 und Januar 2025 lokal produziert wurden.
Technischer Mangel als Auslöser
Nach Angaben der chinesischen Marktaufsichtsbehörden können sich bestimmte Klebstoffe an der äußeren Verkleidung der B-Säule unter langfristiger Einwirkung von Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit zersetzen. In Extremfällen besteht die Gefahr, dass sich Karosserieteile während der Fahrt lösen.
Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmer
Ein solches Versagen könnte nicht nur die Fahrzeuginsassen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Aus diesem Grund erfolgt der Rückruf als präventive Sicherheitsmaßnahme im Rahmen der strengen chinesischen Regulierungsvorschriften.
Volkswagen reagiert auf Druck im chinesischen Markt
Der Rückruf fällt in eine Phase, in der Volkswagen versucht, seine schwindende Marktposition in China zu stabilisieren. Der Konzern verzeichnete im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang von rund acht Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge.
Offensive im Elektrosegment geplant
Um dem wachsenden Wettbewerb – insbesondere durch chinesische Elektroautohersteller – entgegenzuwirken, plant Volkswagen die Einführung von 20 neuen Elektro-Modellen allein im laufenden Jahr. Es handelt sich um die größte Modelloffensive in der Unternehmensgeschichte.
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