„Koalition der Willigen“ stärkt Sicherheitsgarantien für die Ukraine

Letztes Update: 13:35 (MEZ)

Europäische Diplomatie im Fokus

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens treffen sich heute, um die Unterstützung der Ukraine zu erörtern. Dies folgt auf die Ankündigung der „Koalition der Willigen“, Kyiv im Falle eines russischen Angriffs Sicherheitsgarantien zu geben.

Teilnehmer des Treffens im Rahmen des Weimarer Dreiecks sind unter anderem der deutsche Außenminister Johann Wadenfuhl, sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot und der polnische Außenminister Radosław Sikorski.

Garantien für die Ukraine

Die Koalition bekräftigte, dass Sicherheitsgarantien ein zentraler Bestandteil jeglicher Friedensvereinbarung zwischen Russland und der Ukraine sein müssen. Präsident Emmanuel Macron kündigte die Möglichkeit einer Beteiligung der französischen Streitkräfte an Beobachtungsmissionen an der russisch-ukrainischen Grenze an.

Seit Beginn des Krieges am 24. Februar 2022 fordert Russland von der Ukraine, auf die Zugehörigkeit zu westlichen Militärbündnissen zu verzichten. Kyiv betrachtet dies als direkte Einmischung in innere Angelegenheiten.

Militärische Lage

In der Region Tschernihiw kam es weiterhin zu russischen Angriffen, die Sachschäden und Brände verursachten. In Koriukiwka trafen Drohnen eine lokale Firma und ein Wohnhaus, wobei das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht wurde.

Russische Truppen meldeten die Kontrolle über das Dorf Grabowski in der Region Sumy, während ukrainische Drohnen russische Öl- und Raketenlager in den Regionen Lipetsk und Kostroma angriffen. Die Infrastruktur wurde teilweise beschädigt.

Diplomatische Historie und russisches Angebot

Die New York Times berichtete, dass Russland vor sieben Jahren der US-Regierung ein inoffizielles Angebot machte: freie Hand in Venezuela im Austausch für Einfluss in der Ukraine. Dieses Angebot wurde während Trumps erster Amtszeit von Washington abgelehnt.

Das Dokument basierte auf der Vorstellung, dass jede Großmacht ihre geopolitische Einflusszone bewahren darf. Die aktuellen Entwicklungen in Ländern wie Syrien und Venezuela zeigen, wie instabil die von Russland unterstützten Regime geworden sind.

Einblick in die Logik der Großmächte

Russland kritisierte die jüngste US-Militäraktion in Venezuela, die zur Entführung von Präsident Nicolás Maduro führte, als Bruch internationalen Rechts. Dennoch zeigen russische Kommentatoren eine gewisse Genugtuung über den Trend „Macht schafft Recht“.

Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident und Vizevorsitzender des Sicherheitsrates, betonte, dass die USA kaum noch formelle Gründe hätten, Russland zu kritisieren.

Fazit

Die Pariser Konferenz der „Koalition der Willigen“ verdeutlicht das komplexe Zusammenspiel von Diplomatie, Sicherheitsgarantien und geopolitischen Interessen in Europa. Kyiv bleibt offen für diplomatische Lösungen, behält aber seine Verteidigungsfähigkeit und Souveränität im Blick.

Quelle & Backlinks:
rundumnews.de/trump-putin-ukraine-drohnen-2026 |
rundumnews.de/trump-groenland-arktis-2026 |
rundumnews.de/merz-ukraine-gipfel-paris-2026

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