Trump warnt Zelensky: „Er hat nichts ohne meine Zustimmung“

Kurz vor ihrem Treffen in Florida verschärfte US-Präsident Donald Trump seine Rhetorik gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. In einem Interview mit Politico betonte Trump am Freitag (27. Dezember 2025), dass Selenskyj „nichts hat, bis ich zustimme“. Trump sieht sich als letzte Entscheidungsinstanz in allen möglichen Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine.

Geplantes Treffen in Mar-a-Lago

Das bevorstehende Treffen im US-Präsidialresidenz Mar-a-Lago soll zentrale Fragen zur territorialen Konfliktlösung behandeln. Trump kündigte an, dass er auch bald mit Präsident Putin sprechen werde, sobald es passend erscheint. Beobachter sehen das Treffen als entscheidend, um die Friedensverhandlungen voranzubringen, wobei Russland auf die Beibehaltung besetzter Gebiete besteht, während die Ukraine keine Territorien abtreten will.

US-amerikanische Friedensinitiative

Die aktualisierte US-Planung sieht vor, die aktuelle Frontlinie einzufrieren, ohne sofortige Zugeständnisse an Russland, das rund 19% der ukrainischen Fläche kontrolliert. Washington fordert zudem eine gemeinsame Verwaltung des Kernkraftwerks Saporischschja, das unter russischer Kontrolle steht.

Europäische Unterstützung für Kiew

Vor dem Treffen erhielt Selenskyj Unterstützung vom deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz. Selenskyj betonte auf X (ehemals Twitter) die Notwendigkeit der europäischen Einigkeit für Frieden, Freiheit und Sicherheit. Merz bekräftigte die feste Solidarität Deutschlands und die Rolle der Berliner Gruppe in enger Abstimmung mit den US-Partnern.

Plan für Volksabstimmung

Selenskyj kündigte die Bereitschaft an, den US-Friedensplan einer Volksabstimmung zu unterziehen, sofern Russland einem Waffenstillstand von mindestens zwei Monaten zustimmt. Er sieht nun eine große Chance, Blutvergießen zu stoppen und einen gerechten Frieden zu erzielen.

Russlands Reaktion

Moskau wirft Kiew vor, die Verhandlungen zu sabotieren. Sergej Rjabkow, russischer Vize-Außenminister, betonte, dass die politische Willensbildung der entscheidende Faktor sei, und warnte, dass künstlich gesetzte Fristen nicht zu einer Lösung führen. Zudem bleibe das nukleare Risiko bestehen, während Russland auf „echte Vereinbarungen“ mit den USA drängt.

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