E-Auto-Förderung 2025: Dudenhöffer warnt vor Steuergeld

Deutschland – Die neue staatliche Förderung für Elektroautos sorgt erneut für Kontroversen. Der renommierte deutsche Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer übt scharfe Kritik am aktuellen Förderprogramm der Bundesregierung und spricht offen von einer möglichen Verschwendung von Steuergeldern.

„Der Markt braucht keine staatliche Subvention“

In einer aktuellen Analyse zu Preisnachlässen und Marktmechanismen im Automobilsektor betont Dudenhöffer, dass der deutsche E-Auto-Markt derzeit keine zusätzliche staatliche Unterstützung benötige. Die Nachfrage entwickle sich eigenständig, während Hersteller bereits mit hohen Rabatten auf Käufer reagieren.

„Ein mit Steuergeldern finanziertes Förderprogramm ist ökonomisch nicht notwendig“, schreibt der Experte. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass staatliche Mittel ineffizient eingesetzt würden, ohne nachhaltige Impulse für Innovation oder Beschäftigung zu setzen.

Kritik an Einkommensgrenzen und sozialer Wirkung

Besonders kritisch sieht Dudenhöffer die festgelegten Einkommensgrenzen für den Erhalt der höchsten Förderstufen. Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro seien kaum die Zielgruppe für den Kauf neuer Elektrofahrzeuge.

„Diese Haushalte greifen in der Regel zu Gebrauchtwagen“, so Dudenhöffer. Zudem fehle es insbesondere in Städten häufig an der Möglichkeit, eine private Ladeinfrastruktur zu installieren – ein zentraler Faktor für den Umstieg auf Elektromobilität.

Gefahr für deutsche Hersteller und Arbeitsplätze

Ein weiterer zentraler Punkt der Kritik betrifft die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. Nach Einschätzung des Experten könnte die Förderung vor allem den Import günstiger Elektrofahrzeuge – insbesondere aus China – begünstigen.

Premiumhersteller wie Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche würden hingegen kaum profitieren, da ihre Modelle preislich deutlich über den förderfähigen Segmenten liegen. „Ein kurzfristiger Nachfrageimpuls rettet keine Arbeitsplätze“, warnt Dudenhöffer.

Kaum messbare Effekte auf Preise und Rabatte

Trotz der Ankündigung staatlicher Kaufanreize zeigen sich bislang keine signifikanten Veränderungen im deutschen Markt. Im Januar 2025 stiegen die durchschnittlichen Rabatte auf Elektroautos lediglich leicht auf 19,5 Prozent.

„Abgesehen von einzelnen attraktiven Angeboten konnten wir keine systematischen Marktveränderungen feststellen“, fasst Dudenhöffer zusammen. Die befürchtete Reduzierung von Hersteller-Rabatten zugunsten staatlicher Zuschüsse sei bislang ausgeblieben.

Zwischen Klimazielen und Marktrealität

Die Debatte um die E-Auto-Förderung verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen klimapolitischen Zielen und ökonomischer Realität. Während die Bundesregierung auf eine Beschleunigung der Elektromobilität setzt, warnen Experten vor Fehlanreizen und langfristigen Strukturproblemen.

Ob das Förderprogramm tatsächlich zur nachhaltigen Transformation der Mobilität beiträgt oder lediglich kurzfristige Effekte erzeugt, bleibt offen.


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