Deutschland erzielt 2025 Rekorderlöse aus CO₂-Zertifikaten

Berlin – Deutschland hat im Jahr 2025 so hohe Einnahmen wie nie zuvor aus dem Verkauf von CO₂-Emissionsrechten erzielt. Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) überschritten die Erlöse aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel erstmals die Marke von 21,4 Milliarden Euro.

Deutlicher Anstieg gegenüber 2024

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen spürbaren Zuwachs: 2024 lagen die Einnahmen noch bei rund 18,5 Milliarden Euro. Der kontinuierliche Anstieg unterstreicht die wachsende Bedeutung des Emissionshandels als zentrales Instrument der deutschen und europäischen Klimapolitik.

Lenkungswirkung für Wirtschaft und Verbraucher

Die Bepreisung von Treibhausgasen soll Unternehmen und Verbraucher dazu bewegen, ihren Verbrauch fossiler Energieträger zu reduzieren. Ziel ist es, Investitionen in klimafreundliche Technologien attraktiver zu machen und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu beschleunigen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds

Nach Angaben der DEHSt werden die gesamten Erlöse aus dem Emissionshandel in den Klima- und Transformationsfonds überführt. Aus diesem Fonds finanziert die Bundesregierung unter anderem Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zum klimafreundlichen Umbau von Industrie und Verkehr.

Über 100 Milliarden Euro seit Start des Emissionshandels

Der Verkauf von Emissionszertifikaten läuft in Deutschland bereits seit dem Jahr 2008. Bis Dezember 2025 summierten sich die Gesamteinnahmen aus beiden Handelssystemen auf mehr als 100 Milliarden Euro – eine symbolische Marke, die die finanzielle Dimension der Klimapolitik deutlich macht.

Wirtschaftliche und politische Bedeutung wächst

Angesichts steigender Energiepreise und einer angespannten wirtschaftlichen Lage bleibt der Emissionshandel politisch umstritten. Gleichzeitig gewinnt er als Finanzierungsquelle für den Klimaschutz weiter an Gewicht und wird auch in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle in der deutschen Wirtschaftspolitik spielen.

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