Stromausfall in Berlin: Sabotageakt erschüttert die Hauptstadt
Nach vier Tagen Ausnahmezustand ist der Strom im Südwesten Berlins wiederhergestellt. Ein mutmaßlich gezielter Sabotageakt, der von den Ermittlern als möglicher terroristischer Anschlag eingestuft wird, hatte zehntausende Haushalte mitten im Winter lahmgelegt.
Der längste Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg
Der massive Blackout gilt als der längste Stromausfall in der deutschen Hauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ursache war ein Brand an einer zentralen Strominfrastruktur, der nach bisherigen Erkenntnissen absichtlich gelegt wurde.
Nach Angaben der Berliner Behörden waren rund 45.000 Haushalte sowie etwa 2.200 Gewerbebetriebe betroffen. Neben der Stromversorgung fielen auch Heizung, Warmwasser, Mobilfunknetze und der Bahnverkehr teilweise aus.
Krisenmanagement unter Extrembedingungen
Die Reparaturarbeiten gestalteten sich aufgrund des anhaltenden Schneefalls und der extremen Kälte besonders schwierig. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem „guten Tag für viele Betroffene“, nachdem die Stromversorgung schrittweise ab den Vormittagsstunden wieder aufgenommen wurde.
Generalbundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts
Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen und prüft den Vorfall als mögliches terroristisches Verbrechen. Hintergrund ist ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppierung, die sich selbst „Vulkangruppe“ nennt.
Ob das im Internet veröffentlichte Bekennerschreiben authentisch ist, wird derzeit intensiv geprüft. Sicherheitsbehörden warnen jedoch bereits vor einer neuen Eskalationsstufe extremistischer Gewalt gegen kritische Infrastruktur.
Parallelen zum Tesla-Anschlag von 2024
Die mutmaßliche Tätergruppe war bereits im März 2024 in Erscheinung getreten, als sie einen Sabotageakt gegen die Stromversorgung der Tesla-Fabrik bei Berlin für sich reklamierte. Auch damals wurden gezielt Stromleitungen beschädigt.
Bundeswehr unterstützt Bevölkerung
Angesichts der extremen Kälte und des großflächigen Ausfalls der Heizsysteme wurde die Bundeswehr zur Unterstützung der Zivilbevölkerung angefordert. Mobile Wärme- und Notversorgungseinheiten kamen zum Einsatz.
Der Vorfall entfacht erneut eine politische Debatte über die Verwundbarkeit deutscher Infrastruktur und den Schutz kritischer Versorgungssysteme vor extremistischen Angriffen.
Fazit: Warnsignal für Deutschlands Sicherheit
Der Stromausfall in Berlin ist mehr als ein technischer Zwischenfall. Er offenbart gravierende Schwachstellen im Schutz kritischer Infrastruktur und stellt die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik auf eine harte Probe.
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