1,9 Millionen Akademiker in Deutschland 2025 armutsgefährdet

Neueste Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass im Jahr 2025 rund 1,9 Millionen Personen mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss in Deutschland von Armut bedroht waren – ein Anstieg von 350.000 gegenüber 2022. Die Zahlen wurden auf Anfrage der Partei Die Linke unter der Führung von Sara Wagenknecht veröffentlicht.

Paradoxe Entwicklung trotz steigender Bildung

Interessanterweise stieg die Gesamtzahl der Menschen mit höherer Bildung in derselben Zeitspanne um mehr als 1,6 Millionen auf insgesamt 21,04 Millionen im Jahr 2025, verglichen mit 19,41 Millionen im Jahr 2022. Diese Gruppe umfasst Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen und beruflichen Akademien.

Obwohl die Bildungsbasis wächst, bietet der Arbeitsmarkt nicht genügend gut bezahlte Stellen für alle Akademiker, was zu einem erhöhten Armutsrisiko führt.

Arbeitslosenquote unter Akademikern steigt

Laut der Bundesagentur für Arbeit stieg die Arbeitslosenquote unter Akademikern von 2,2 % im Jahr 2022 auf 3,3 % im Jahr 2025. Dies spiegelt den wachsenden Druck auf diese Bevölkerungsgruppe wider.

Als armutsgefährdet gilt in Deutschland, wer weniger als 60 % des mittleren Einkommens erzielt. Im Jahr 2025 lag diese Grenze bei rund 1.446 Euro (ca. 1.565 USD) pro Monat für eine alleinlebende Person.

Besonders gefährdete Gruppen

Die Armutsgefährdung ist weiterhin deutlich höher bei Menschen mit niedriger Bildung. Von 14,34 Millionen Personen in dieser Gruppe waren 2025 etwa 4,14 Millionen von Armut bedroht. Personen mit mittlerer Bildung sind ebenfalls stärker gefährdet als Akademiker.

Politische Reaktionen

Sara Wagenknecht kritisierte die Bundesregierung für die steigenden Zahlen armutsgefährdeter Akademiker als Zeichen einer ineffektiven Wirtschaftspolitik. Sie forderte die Regierung auf, wirtschaftliche Anreize zu schaffen und Möglichkeiten zu eröffnen, die sozialen Aufstieg durch Arbeit und Engagement ermöglichen.

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