Schwere Vorwürfe gegen AfD-Abgeordnete in NRW 2026

In der bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen stehen die Beschäftigungspraktiken von Abgeordneten der rechtspopulistischen AfD unter zunehmender Prüfung. Hintergrund sind Vorwürfe der Vetternwirtschaft, die landesweit für Schlagzeilen sorgen.

Details der Anschuldigungen

Wie Der Spiegel am Freitag, den 20. Februar 2026, berichtete, hat Klaus Eßer, AfD-Abgeordneter in NRW, die 85-jährige Ehefrau eines Parteikollegen auf Teilzeitbasis eingestellt. Diese Beschäftigung verschafft ihr ein leicht steuerbefreites Einkommen und steht im Zentrum der Kritik.

Es handelt sich hierbei um den neuesten Bericht in einer Serie, die aufzeigt, wie AfD-Mitglieder Familienangehörige anderer Abgeordneter beschäftigten. Dies hat zu erhöhter Beobachtung und politischer Kritik am Verhalten der Partei geführt.

Reaktionen und Parteimaßnahmen

Eßer wies die Vorwürfe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zurück und erklärte, es gehe ihm darum, „ältere Menschen in die Arbeitswelt einzubinden“.

In Sachsen-Anhalt steht Jan Wenzel Schmidt im Mittelpunkt eines ähnlichen Skandals und ist vom Parteiausschluss bedroht. Hintergrund sind Vorwürfe des Umgangs mit Industrie-Diamanten und Scheinbeschäftigungen.

Gesetzesreformen im Blick

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion prüft derzeit, ob das Parlamentsgesetz verschärft werden sollte, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Hendrik Hoppenstedt, CDU-Politiker und Vorsitzender des Parlamentsausschusses, betonte gegenüber t-online.de: „Wir wollen weiteren Schaden für die Steuerzahler verhindern und prüfen strengere Regeln zur Mitgliedschaft im Parlament.“

Der rechtliche Berater der SPD, Johannes Vischner, hatte zuvor Reformgespräche mit der CDU/CSU vorgeschlagen, um strengere Vorschriften zu implementieren und Vetternwirtschaft einzudämmen.

AfD-Abgeordnete in NRW unter Vetternwirtschaftsverdacht

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