Wechselhaftes Winterwetter: Schnee, Glätte und milde Temperaturen
Deutschland erlebt derzeit eine Wetterwoche mit stark schwankenden Bedingungen. Während in einigen Regionen weiterhin Frost und Schnee dominieren, bringen milde Luftströmungen aus dem Westen zunehmend Tauwetter und gefrierenden Regen mit sich. Die Kombination sorgt für rutschige Straßen und erhöhtes Unfallrisiko.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat fast landesweit amtliche Warnungen herausgegeben. Besonders gefährdet sind östliche Landesteile, wo die Temperaturen zunächst zwischen -5 und 0 Grad bleiben und Schneefall die Straßen zusätzlich glätten kann.
In Westdeutschland steigen die Temperaturen deutlich an. Meteorologen erwarten Werte von bis zu 14 Grad in einigen Regionen wie dem Breisgau. Diese mildere Atlantikluft ersetzt zunehmend die kalte Kontinentalluft aus Nord- und Ostdeutschland.
Am Dienstag verbreitet sich der Niederschlag in vielen Teilen Deutschlands und wandelt sich stellenweise zu Regen, insbesondere in den östlichen und südlichen Bundesländern. In höheren Lagen kann Schneeregen auftreten, sodass Vorsicht weiterhin geboten ist.
Die Winterpause ist jedoch nur vorübergehend. Meteorologen warnen, dass in der zweiten Januarhälfte wieder kältere Temperaturen und Schneefälle möglich sind, insbesondere im Nordosten Deutschlands. Das Zeitfenster für Winterwetter ist also noch nicht abgeschlossen.
Unfälle und Auswirkungen auf Verkehr und Notaufnahmen
Die wechselhaften Bedingungen führten bereits zu zahlreichen Verkehrsunfällen. In Brandenburg meldete die Polizei über 60 Glätteunfälle am Morgen, in Bayern kam es zu mehreren Massenkarambolagen. Auch Transporterfahrer verloren auf spiegelglatten Straßen die Kontrolle, teilweise mit tödlichen Folgen.
Die winterlichen Bedingungen belasten zudem Rettungs- und Gesundheitseinrichtungen: In Sachsen und Berlin/Brandenburg sinken Blutspenden drastisch, während Notaufnahmen, insbesondere in Greifswald, verstärkt Knochenbrüche durch Stürze behandeln müssen.
Die Einsatzkräfte in Braunschweig berichten von einem erhöhten Einsatzaufkommen aufgrund von Glatteis, Tauwetter und Dachlawinen. Auch Winterdienstfahrzeuge geraten bei den widrigen Bedingungen gelegentlich in Notlagen.
Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen
Der DWD und lokale Polizeidienststellen raten dringend, zugefrorene Gewässer nicht zu betreten. Überfrierender Regen und Eisregen machen Gehwege und Straßen zu gefährlichen Rutschflächen. Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen und Wartezeiten bei Notfällen einkalkulieren.
Die milden Abschnitte im Winter sind zwar angenehm, jedoch sollte weiterhin auf plötzliche Frostphasen geachtet werden. Experten betonen, dass Winter in Mitteleuropa oft wellenförmig verläuft – milde Tage werden häufig von Rückfällen in Kälte und Schnee abgelöst.



