Winterchaos in Deutschland: Sturmtief „Elli“ sorgt für Chaos und Gefahr

Das Sturmtief Elli zieht seit Freitag über Deutschland hinweg und sorgt für extreme Wetterbedingungen in weiten Teilen des Landes. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starken Schneefällen, Glätte, Sturm und örtlich orkanartigen Böen.

Gefährliche Temperaturen für Obdachlose

In Berlin kämpfen obdachlose Menschen mit den eisigen Temperaturen. In der Bahnhofsmission am Zoologischen Garten suchen zahlreiche Menschen Schutz, warme Kleidung und Verpflegung. Ein 39-jähriger Betroffener berichtet, wie er sich auf die Minusgrade vorbereitet.

Amtliche Warnungen und Neuschnee

37 Landkreise befinden sich derzeit auf Alarmstufe Rot. Auf Helgoland drohen Böen von bis zu 110 km/h, während in Baden-Württemberg Schneehöhen von bis zu 50 Zentimetern möglich sind. Besonders gefährdet sind Nordwest- und Südwestdeutschland.

Bahn- und Flugverkehr massiv beeinträchtigt

Der Fernverkehr in Norddeutschland wurde bis Samstagmorgen eingestellt. Auch Regionalzüge fahren nur eingeschränkt. Der Flughafen Hamburg meldet zahlreiche Flugausfälle. Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, aktuelle Informationen in der App DB Navigator einzusehen.

Unfälle und Verkehrsbehinderungen

Auf den Straßen kam es zu mehreren Glätteunfällen. Besonders betroffen sind Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Teile Bayerns. Zwei Menschen starben bei einem Frontalzusammenstoß im Landkreis Dingolfing-Landau. Autobahnen wurden wegen Unfällen und Räumarbeiten gesperrt, unter anderem die A19.

Bundesliga-Spiele abgesagt

Das Sturmtief führte zur Absage der Partien FC St. Pauli gegen RB Leipzig sowie SV Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim. Sicherheitsbedenken durch Glätte und Schneeverwehungen zwangen die DFL zu den Entscheidungen.

Maßnahmen für Tiere und Schulen

In Ostfriesland wurde eine Notzeit für Wildtiere ausgerufen, um Nahrungsknappheit zu verhindern. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern bleiben zahlreiche Schulen geschlossen oder wechseln auf Distanzunterricht. Eltern können in Berlin und Brandenburg eigenständig über die Teilnahme ihrer Kinder entscheiden.

Lawinengefahr in den Alpen

In Bayern steigt die Lawinengefahr insbesondere in Hochlagen der Alpen durch starken Wind und Neuschnee. Experten warnen vor Triebschnee und möglichen Schneebrettlawinen an Steilhängen.

Winterdienst im Einsatz

Öffentliche Dienste wie Müllabfuhr, ÖPNV und Straßenreinigung sind im Dauereinsatz. Die Polizei rät Autofahrern, Fahrten auf ein Minimum zu beschränken und entsprechende Winterausrüstung zu verwenden.

Auswirkungen in der Schifffahrt

Das Kreuzfahrtschiff Aidanova kehrte wegen des Sturms vorzeitig nach Hamburg zurück. Fährverbindungen zwischen Rostock und Dänemark sind eingeschränkt. Die Ostsee-Sturmflut könnte höhere Pegelstände als erwartet erreichen.

Prognose

Der DWD erwartet, dass Schneefall und stürmische Böen in den nächsten Tagen weiter anhalten, wobei der Winterdienst und Rettungsdienste in Bereitschaft bleiben. Große Teile Deutschlands müssen sich weiterhin auf gefährliche Straßenverhältnisse und Unwetter vorbereiten.

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Schneesturm Elli und Bahnchaos |
Winterchaos in Niedersachsen

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