Trump verkündet Festnahme von Maduro nach US-Operation in Caracas
Washington/Caracas. Das politische Schicksal des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist binnen weniger Stunden zum globalen Topthema geworden. US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, eine großangelegte amerikanische Militär- und Sicherheitsoperation habe zur Festnahme Maduros und seiner Ehefrau geführt – beide seien aus Venezuela ausgeflogen worden.
Militärschlag und Strafverfolgung zugleich
Laut dem Weißen Haus wurde der Einsatz in den frühen Morgenstunden in enger Abstimmung zwischen US-Streitkräften und Strafverfolgungsbehörden durchgeführt. Ziel war demnach die Hauptstadt Caracas. Über den aktuellen Aufenthaltsort Maduros machte Trump keine Angaben, kündigte jedoch weitere Details in einer späteren Pressekonferenz an.
Bemerkenswert ist die Wortwahl des US-Präsidenten: Mit dem Begriff „flown“ deutete Trump an, dass Maduro und seine Ehefrau per Lufttransport außer Landes gebracht wurden – ohne offenzulegen, wohin.
Mögliche Zwischenstationen im Karibikraum
Auch wenn Trump eine Überstellung in die USA nicht ausdrücklich bestätigte, halten sicherheitspolitische Beobachter ein mehrstufiges Vorgehen für wahrscheinlich. Demnach könnten Maduro und seine Frau zunächst zu vorgeschobenen US-Stützpunkten in der Karibik oder auf amerikanische Kriegsschiffe gebracht worden sein.
Diese Annahme wird durch die jüngste Verlegung zusätzlichen US-Militärgeräts in die Region gestützt – darunter V-22-Osprey-Flugzeuge, die typischerweise für Spezialeinsätze genutzt werden.
Delta Force und „Blitzoperation“
Nach Informationen aus US-Medienkreisen soll die Eliteeinheit Delta Force die Festnahme durchgeführt haben. Unterstützt von elektronischer Kriegsführung und präzisen Luftschlägen sei es gelungen, das venezolanische Radar- und Kommunikationssystem weitgehend lahmzulegen.
Der Zugriff selbst habe nur rund 30 Minuten gedauert – ein Detail, das Zweifel an der vollständigen Handlungsfähigkeit der venezolanischen Sicherheitsarchitektur aufwirft.
Erinnerungen an Panama 1989
Augenzeugen berichteten von massiven Hubschrauberbewegungen über Caracas, ohne dass es zu Abwehrmaßnahmen kam. Der Vorgang weckt Erinnerungen an die US-Invasion in Panama 1989, bei der Präsident Manuel Noriega nach Tagen heftiger Kämpfe festgenommen wurde.
Der Unterschied: Sollte Trumps Darstellung zutreffen, wurde der venezolanische Präsident binnen einer einzigen Nacht aus dem Machtzentrum entfernt.
Rätsel um das Schweigen der Luftabwehr
Die nahezu widerstandslose Durchführung des Einsatzes hat Spekulationen über interne Komplizenschaft ausgelöst. Der Politikwissenschaftler Paul Dobson erklärte gegenüber Al Jazeera, das Ausbleiben jeder Reaktion moderner Systeme wie der S-300 sei kaum erklärbar.
Dass weder der Präsidentenpalast direkt angegriffen wurde noch nennenswerter Widerstand erfolgte, deute auf Absprachen oder ein rasches Zusammenbrechen der Schutzketten hin.
Venezuelas Militär meldet sich zu Wort
Unterdessen trat Verteidigungsminister Vladimir Padrino López telefonisch an die Öffentlichkeit. Er sprach von der „größten offiziellen Aggression der USA“ gegen Venezuela und betonte, die militärische Führung sei weiterhin handlungsfähig.
Da Venezuela über mehrere Vizepräsidenten verfügt – darunter Delcy Rodríguez – ist die staatliche Führungsstruktur formal noch intakt. Das politische Machtvakuum ist damit nicht endgültig geklärt.
Sicherheitslage in Caracas angespannt
Aus der Hauptstadt wurden massive Sicherheitsmaßnahmen gemeldet. Gemeinsame Einheiten aus Armee, Polizei und paramilitärischen Kräften patrouillierten in den Straßen, während das Umfeld des Präsidentenpalastes Miraflores vollständig abgeriegelt wurde.
Berichten zufolge gehörte auch das Wohnhaus des Verteidigungsministers zu den Zielen der nächtlichen Luftangriffe – ein Hinweis auf die Tiefe des Eingriffs.
Regionale Dimension
Zusätzliche Brisanz erhielt die Lage durch Aussagen des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro, der von bestätigten Angriffen auf Häfen, Militärbasen und Flughäfen in Venezuela sprach. Eine unabhängige Verifizierung dieser Angaben steht jedoch noch aus.
Globale Einordnung
Die Ereignisse fügen sich in eine Phase zunehmender internationaler Eskalationen ein. Weitere Analysen finden Sie hier:
- Trump und Iran: Eskalationspolitik mit globalen Folgen
- Machtverschiebungen in der Ukraine: Budanow im Zentrum
Fazit
Sollte sich die US-Darstellung bestätigen, steht Venezuela vor dem tiefgreifendsten politischen Umbruch seit Jahrzehnten. Ob der Abzug Maduros Stabilität bringt oder eine neue Eskalationsspirale auslöst, dürfte sich in den kommenden Stunden entscheiden.




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