Silvesternacht wird zur Katastrophe im Schweizer Alpenort

Nur einen Tag nach dem Unglück zeigt sich das ganze Ausmaß der Tragödie: In der Schweizer Nobel-Skiregion Crans-Montana sind bei einem verheerenden Brand in einer Bar rund 40 Menschen ums Leben gekommen. Weitere mehr als 100 Personen wurden verletzt, viele von ihnen mit schweren Brandwunden.

Was als ausgelassene Silvesterfeier begann, endete innerhalb weniger Minuten in einem Inferno.

Feuer in überfüllter Bar – Chaos in Sekunden

Das Feuer brach gegen 1.30 Uhr in der Bar „Le Constellation“ aus, einem beliebten Treffpunkt im Zentrum des Ferienortes. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich dort Hunderte Gäste, die den Jahreswechsel feierten.

Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei breitete sich das Feuer extrem schnell aus. Viele Gäste hatten kaum eine Chance zu entkommen.

Verdacht auf sogenannten „Flashover“

Die Staatsanwaltschaft spricht von mehreren möglichen Ursachen. Eine Hypothese sei ein sogenannter Flashover – ein plötzlicher Durchzündungsprozess, bei dem ein ganzer Raum nahezu gleichzeitig Feuer fängt.

Augenzeugen berichteten, dass möglicherweise Kerzen die Decke entzündet hätten. Andere Hinweise deuten auf einen Feuerwerkskörper hin. Bestätigt ist bislang jedoch nichts.

Identifizierung der Opfer dauert an

Die Behörden stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Viele Opfer seien so schwer verletzt oder verbrannt, dass die Identifizierung Zeit in Anspruch nehmen werde.

„Wir haben zahlreiche Schwerverletzte und viele Menschen mit schweren Verbrennungen“, erklärte der Präsident der Kantonsregierung Wallis, Mathias Reynard.

Auch ausländische Opfer befürchtet

Nach offiziellen Angaben ist davon auszugehen, dass sich unter den Opfern auch ausländische Staatsangehörige befinden. Besonders betroffen scheint Italien zu sein. Mehrere Verletzte sowie Vermisste sollen aus Italien stammen.

Rom richtete eine Kriseneinheit ein, entsandte Ärzte und stellte Spezialkliniken für Brandopfer bereit.

Politische Reaktionen und nationale Erschütterung

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin besuchte den Unglücksort am Neujahrstag. Er sprach von einer der schwersten Tragödien in der Geschichte des Landes und kündigte eine lückenlose Aufarbeitung an.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich betroffen und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Crans-Montana unter Schock

Der sonst für Luxus, Wintersport und internationale Gäste bekannte Ort steht unter Schock. Hotels, Restaurants und Skilifte hielten inne – viele Veranstaltungen wurden abgesagt.

Die Tragödie wirft erneut Fragen zur Brandsicherheit in Nachtlokalen und zur Kontrolle von Silvesterfeiern auf – nicht nur in der Schweiz, sondern europaweit.

Ein Jahreswechsel, der alles veränderte

Für Dutzende Familien begann das neue Jahr mit Verlust, Schmerz und Ungewissheit. Während Ermittler nach Antworten suchen, bleibt eine bittere Erkenntnis: Ein Moment der Freude kann in Sekunden zur Katastrophe werden.

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