Ukraine-Krise: Eskalation der Kämpfe und diplomatische Annäherungen
Kiew – Die ukrainischen Behörden meldeten am Samstag schwere Angriffe russischer Truppen auf mehrere Regionen. In der Region Donezk kamen zwei Personen ums Leben, während weitere verletzt wurden. Auch in Cherson starben zwei Menschen durch russischen Beschuss. Gleichzeitig teilte das ukrainische Militär mit, dass 20 russische Drohnen in 13 ukrainischen Standorten beschädigt worden seien.
Militärische Lage und Drohnenabwehr
Die ukrainischen Streitkräfte gaben bekannt, dass in den letzten Stunden insgesamt 64 russische Drohnen abgeschossen wurden. Zudem wurden 204 Gefechte entlang verschiedener Fronten ausgetragen, begleitet von einer Zunahme der russischen Luftangriffe.
Ukrainische Truppen zielten auf vier Drohnen-Kommandoposten, darunter ein Standort in der russischen Region Brjansk und zwei Stützpunkte zur Truppenansammlung. Besonders betroffen waren die Fronten im Norden von Saporischschja, Charkiw und Donezk.
Humanitäre Bilanz und Opferzahlen
Die ukrainische Armee berichtete über die kumulativen Verluste der russischen Streitkräfte seit Beginn des Krieges am 24. Februar 2022: 1.239.000 Soldaten wurden getötet oder verletzt, davon allein in den letzten 24 Stunden 880.
Die Angaben stammen aus einer offiziellen Erklärung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, veröffentlicht auf der Facebook-Seite und von der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform übernommen.
Diplomatische Entwicklungen und US-Initiativen
Russland stimmte auf Anfrage von US-Präsident Donald Trump einem temporären Stopp der Luftangriffe auf Kiew bis zum 1. Februar zu. Dies geschah im Zuge intensiver Bemühungen Washingtons, eine diplomatische Lösung für den Konflikt zu fördern. Die Ukraine erklärte ihre Bereitschaft, in gleicher Weise zu handeln.
Gleichzeitig betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass es derzeit keinen offiziellen Waffenstillstand gebe, während Russland seine Angriffe zunehmend auf logistische Nachschublinien der Ukraine konzentriert.
US-Russische Friedensgespräche in Florida
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff berichtete auf X (ehemals Twitter) über ein „konstruktives und produktives“ Treffen mit dem russischen Wirtschaftsbeauftragten Kirill Dmitriev in Florida. Das US-Team bestand aus Witkoff, Finanzminister Scott Bianchi, Jared Kushner und White House-Berater Josh Greenbaum.
Dmitriev erklärte, die Gespräche seien „konstruktiv“ verlaufen und hätten insbesondere die bilaterale Wirtschaftskommission betreffen. Dieses Treffen erfolgte nur einen Tag vor einem geplanten Treffen ukrainischer und russischer Verhandler in Abu Dhabi, um einen von den USA unterstützten Plan zur Beendigung des vierjährigen Konflikts zu besprechen.
Ausblick und Herausforderungen
Die US-Initiative zur temporären Waffenruhe soll die Voraussetzungen für Friedensverhandlungen schaffen. Beide Seiten stehen jedoch weiterhin vor entscheidenden Fragen, insbesondere hinsichtlich der umstrittenen Gebiete im Osten der Ukraine, die Russland beansprucht. Präsident Selenskyj betonte erneut, dass bislang keine Vereinbarung über einen Waffenstillstand getroffen wurde.
Weiterführende Links
Europas Sicherheitsstrategie
Trump, Putin und Kiew-Bombenpause
AfD und Martin Sellner Analyse



