Tief Elli rückt näher: Deutschland vor heftigem Wintereinbruch

Deutschland steht vor einer außergewöhnlichen Wetterlage: Mit dem heranziehenden Sturmtief „Elli“ drohen kräftige Schneefälle, stürmische Böen und strenger Frost. Meteorologen sprechen von einer Konstellation, wie sie in dieser Intensität seit mehr als einem Jahrzehnt kaum noch beobachtet wurde.

Schneemengen wie seit 2010 kaum erlebt

Besonders an der Ostflanke des Tiefs könnte sich ein breites Schneeband ausbilden. Von der Hauptstadtregion über Norddeutschland bis in den Nordwesten sind regional zwischen zehn und vierzig Zentimeter Neuschnee möglich. Entscheidend ist dabei die genaue Zugbahn des Tiefkerns.

Im Nordosten dürfte der Schnee aufgrund anhaltenden Dauerfrosts mehrere Tage liegen bleiben. In klaren Nächten könnten die Temperaturen dort auf bis zu minus 15 Grad absinken – ein Wert, der in den vergangenen milden Wintern selten erreicht wurde.

Januar startet winterlich – mit offenem Ausgang

Der Januar 2026 beginnt damit deutlich winterlicher als viele seiner Vorgänger. Langfristige Wettermodelle zeigen zeitweise eine geschlossene Schneedecke von Osteuropa bis weit nach Westeuropa hinein. Ob sich diese Lage über die Monatsmitte hinaus hält, bleibt jedoch unsicher.

Warum Meteorologen besonders aufmerksam sind

„Solche Wetterkarten sieht man nicht alle Jahre“, heißt es aus meteorologischen Fachkreisen. Tief Elli formiert sich über dem Atlantik und verstärkt sich rasch, bevor es Richtung Mitteleuropa zieht. Mit dem Tief verbunden sind intensive Niederschläge, die zunächst vielerorts als Schnee fallen.

Sturm, Glatteis und Temperaturgegensätze

Während im Norden und Osten überwiegend kalte Luft dominiert, strömt im Westen und Südwesten zeitweise mildere Atlantikluft ein. Dort kann Schnee rasch in Regen übergehen. In den Übergangszonen droht jedoch gefährliches Glatteis.

Zusätzlich bringt das Tief zwei markante Sturmfelder mit sich: Auf der Südseite können selbst in tieferen Lagen stürmische Böen auftreten, während an der Nordflanke kräftige Ostwinde Schneeverwehungen begünstigen.

Wintereinbruch trotz Klimawandel

Trotz des langfristigen Rückgangs der Schneetage in Deutschland ordnen Klimatologen die Lage nicht als Widerspruch zum Klimawandel ein. Auch in einer insgesamt wärmer werdenden Welt kann polare Kaltluft im Winter zeitweise weit nach Süden vorstoßen.

Was heute ungewöhnlich erscheint, ist auch das Resultat mehrerer sehr milder Winter in Folge. Kalte Phasen bleiben möglich – sie treten lediglich seltener auf.

Unsichere Entwicklung in den kommenden Wochen

Wie sich der restliche Januar entwickelt, ist offen. Die Bandbreite der Prognosen reicht von anhaltend winterlichen Wochen bis hin zu einer raschen Milderung. Klar ist jedoch: Tief Elli markiert einen Wetterumschwung, der Verkehr, Infrastruktur und Alltag vielerorts stark beeinflussen dürfte.

Fazit: Brisante Wetterlage mit Signalwirkung

Der Wintersturm Elli ist kein gewöhnliches Tief. Er zeigt, wie schnell sich winterliche Extreme auch heute noch entfalten können – und wie verletzlich Mobilität und Versorgung bei Schnee, Sturm und Frost bleiben.

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