Peter Sattmann tot: Ein stiller Abschied einer TV-Legende
Berlin. Der deutsche Schauspieler Peter Sattmann ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Wie seine Künstleragentur Tom Produkt bestätigte, verstarb Sattmann am ersten Weihnachtstag – nur einen Tag vor seinem 78. Geburtstag. Mit ihm verliert die deutsche Fernseh- und Theaterlandschaft einen vielseitigen Künstler, der über Jahrzehnte hinweg das Publikum prägte.
Der frühe Traum von der Bühne
Schon früh war für Peter Sattmann klar, dass seine Zukunft auf der Bühne liegen würde. Er absolvierte seine Schauspielausbildung an der Neuen Schauspielschule in München. Es folgten Engagements an zahlreichen deutschen Theatern, wo er sich schnell einen Namen als wandlungsfähiger Darsteller machte.
Prägende Jahre unter Claus Peymann
Besonders prägend war seine langjährige Zusammenarbeit mit Regie-Ikone Claus Peymann. Unter dessen Leitung spielte Sattmann über viele Jahre hinweg an renommierten Häusern in Stuttgart und Bochum. Dort entwickelte er jenen ruhigen, präzisen Schauspielstil, der später auch seine Fernsehrollen auszeichnete.
Bekanntes Gesicht des deutschen Fernsehens
Einem breiten Publikum wurde Peter Sattmann vor allem durch seine zahlreichen Fernsehrollen bekannt. Er wirkte unter anderem im mehrteiligen Fernsehfilm „Rätsel der Sandbank“ mit und spielte in der Krimiserie „Der Prinz muss her“.
Gastauftritte in Kultserien
Über Jahre hinweg war Sattmann regelmäßig in beliebten TV-Formaten zu sehen, darunter:
- Tatort
- Polizeiruf 110
- Der Alte
Auch in den bekannten Inga-Lindström- und Rosamunde-Pilcher-Filmen gehörte er zu den vertrauten Gesichtern des deutschen Fernsehens.
Komponist, Regisseur und Autor
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitete Peter Sattmann auch als Komponist, Theaterregisseur und Bühnenautor. Er komponierte unter anderem die Titelmusik zum Fernsehfilm „Kerbels Flucht“ und schrieb mehrere eigene Bühnenstücke.
Im Jahr 2019 veröffentlichte er seine Biografie, in der er offen über seinen künstlerischen Werdegang und persönliche Stationen seines Lebens berichtete.
Privates Leben fern der Öffentlichkeit
Privat war Peter Sattmann mehrere Jahre mit der Schauspielerin Katja Riemann liiert. Kennengelernt hatten sich beide bei den Dreharbeiten zum Fernsehfilm „Von Gewalt keine Rede“. Aus der Beziehung ging eine gemeinsame Tochter hervor. Trotz öffentlicher Aufmerksamkeit hielt Sattmann sein Privatleben stets weitgehend aus den Medien heraus.
Ein Vermächtnis der leisen Töne
Peter Sattmann gehörte zu jenen Schauspielern, die nicht laut auftreten mussten, um Eindruck zu hinterlassen. Seine Stärke lag in der Zurückhaltung, in der Tiefe seiner Rollen und in der Glaubwürdigkeit seines Spiels. Sein Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in der deutschen Kulturlandschaft.



