Mundo Deportivo attackiert Arbeloa: Stars werden in La Masia gemacht, nicht mit Slogans
Barcelona – Die Äußerung von Álvaro Arbeloa, Trainer von Real Madrids Castilla, hat in katalanischen Medien heftige Diskussionen ausgelöst. Arbeloa behauptete, die Akademie von Real Madrid sei die „beste der Welt“, doch die katalanische Zeitung Mundo Deportivo widerspricht vehement: Die Realität auf dem Spielfeld widerlegt diese Aussage deutlich.
Der katalanische Journalist Ernest Binach veröffentlichte einen scharfen Artikel mit dem Titel „La Masia – die echte Starschmiede“, in dem er betont, dass das Jahr 2026 für Barcelona perfekt begann, nicht nur in Bezug auf Ergebnisse, sondern auch hinsichtlich der klaren Differenz zwischen einem auf die Akademie basierenden Projekt und einem, das sich nur auf Schlagworte stützt.
Zahlen sprechen gegen Arbeloas Behauptung
Binach stützte sich auf aktuelle Fakten, darunter das Finale des spanischen Supercups, bei dem Barcelona mit sechs Spielern aus La Masia in der Startelf begann und später zwei weitere Spieler aus Barcelona B einsetzte – insgesamt acht Akademieabsolventen.
Real Madrid hingegen setzte nur zwei Spieler aus der eigenen Akademie ein. Laut Mundo Deportivo war dies weniger eine bewusste sportliche Entscheidung als eine Folge von Verletzungen, was den Vergleich laut Artikel „vollständig zu Gunsten La Masias zerstört“.
Barcelonas Erfolg vertieft Madrids Krise
Binach verband Barcelonas Supercup-Sieg auch mit der Entlassung von Real Madrids ehemaligem Trainer Xabi Alonso, der als Hoffnungsträger eines neuen Projekts galt, bevor er einen schweren Rückschlag erlitt.
Der Artikel betont, dass das eigentliche Problem nicht die Qualität der jungen Spieler ist, sondern das Fehlen einer klaren Philosophie, die ihnen eine echte Rolle im ersten Team gibt.
Flick und La Masia: Praktische Antwort auf Worte
Binach zitiert auch Trainer Hansi Flick nach einer vorherigen 0:3-Niederlage gegen Chelsea in der Champions League: „Ihr werdet ein anderes Barcelona sehen.“ Dieses Versprechen habe sich dank einer jungen Generation erfüllt, die auf die Philosophie des Clubs trainiert wurde, nicht auf kurzfristige Lösungen.
Die Spieler aus La Masia zeigen nicht nur fußballerisches Können, sondern auch klare Persönlichkeit auf dem Platz, in Bezug auf Engagement, Mut und kollektives Spielverständnis.
Internationale Rankings bestätigen katalanische Überlegenheit
Im Vergleich zu Zahlen verweist der Artikel auf den Bericht des CIES Football Observatory, der Benfica als weltweit führend nach Anzahl der Absolventen in Top-Ligen bewertet. La Masia folgt an zweiter Stelle mit 76 Spielern, die in 49 professionellen Ligen aktiv sind.
Real Madrids Akademie liegt weltweit auf Platz neun mit nur 58 aktiven Spielern, was laut Binach die grundlegenden Unterschiede in der Ausbildungsphilosophie unterstreicht.
La Masia – Philosophie statt Schlagworte
Binach schließt seinen Artikel mit der Feststellung, dass Barcelona nicht nur Spieler produziert, sondern eine komplette Fußball-Identität formt. La Masia bleibt eine der legendären Akademien weltweit, vergleichbar mit Ajax Amsterdam oder River Plate, und beweist, dass die Philosophie des Vereins nachhaltigen Erfolg bringt, selbst im Zeitalter massiver Investitionen auf dem Transfermarkt.
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