Kim Jong Un sendet Neujahrsbotschaft an Soldaten im Ausland
Mit ungewöhnlich persönlichen Worten hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un jene Soldaten gewürdigt, die nach offiziellen Angaben auf einer „fremden Erde“ kämpfen. In einer zum Jahreswechsel veröffentlichten Botschaft lobte Kim den „heldenhaften Einsatz“ der Truppen und stellte sich demonstrativ hinter ihre Mission.
Die Erklärung wurde am Donnerstag von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet und richtete sich an sogenannte „externe Einsatzkräfte“.
Keine Erwähnung der Ukraine – aber klare Signale
Auffällig ist, dass Kim in seiner Botschaft die Ukraine nicht namentlich erwähnte. Dennoch gilt die Aussage als indirekte Bestätigung, dass nordkoreanische Soldaten außerhalb des eigenen Staatsgebiets im Einsatz sind.
„Während das ganze Land das neue Jahr feiert, vermisse ich euch mehr denn je – euch, die ihr mutig auf den Schlachtfeldern in der fremden Erde kämpft“, zitierte KCNA den Machthaber. Zugleich betonte Kim, dass Pjöngjang und Moskau hinter den Soldaten stehen.
Geheimdienstberichte sprechen von Tausenden Soldaten
Nach Einschätzungen südkoreanischer und westlicher Geheimdienste hat Nordkorea bereits tausende Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt. Eine offizielle Bestätigung aus Pjöngjang für Kampfeinsätze an der Front blieb bislang jedoch aus.
Kim selbst sprach stattdessen von einem Beitrag zur Stärkung einer „unbesiegbaren Allianz“ mit Russland.
Militärhilfe als strategisches Faustpfand
Die Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland haben sich seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 deutlich intensiviert. Neben personeller Unterstützung soll Pjöngjang Moskau mit Artilleriemunition, Raketen und Langstreckensystemen versorgen.
Im Gegenzug profitiert Nordkorea laut Analysten von finanzieller Unterstützung, militärischer Technologie sowie Lieferungen von Nahrungsmitteln und Energie.
Einsatz in Kursk offiziell bestätigt
Bereits im Dezember hatte Nordkorea eingeräumt, Einheiten zur Minenräumung in der russischen Region Kursk entsandt zu haben. Kim bestätigte dabei den Tod von mindestens neun Soldaten eines Pionierregiments, die bei der Mission ums Leben kamen.
Der Einsatz habe rund 120 Tage gedauert und sei Teil der militärischen Zusammenarbeit mit Moskau gewesen.
Symbolpolitik mit globaler Wirkung
Die Neujahrsbotschaft ist mehr als nur ein moralischer Gruß an die Truppen. Beobachter werten sie als gezielte politische Botschaft an den Westen – und als weiteres Zeichen dafür, dass Nordkorea bereit ist, seine internationale Isolation durch militärische Allianzen zu durchbrechen.
Mit der demonstrativen Nähe zu Russland positioniert sich Pjöngjang zunehmend als aktiver Akteur in einem Konflikt, dessen geopolitische Auswirkungen weit über Europa hinausreichen.
Weiterführende Analysen
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