Russland setzt Hyperschallrakete ein – Eskalation im Ukraine-Krieg

Kiew/Moskau – Der Krieg in der Ukraine hat am Freitag eine neue Eskalationsstufe erreicht. Russland führte einen großangelegten Angriff durch, bei dem erstmals öffentlich der Einsatz der Hyperschallrakete „Oreschnik“ bestätigt wurde. Ziel waren nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kritische Energieanlagen sowie Produktionsstätten für Drohnen.

Hyperschallangriff mit hoher Zerstörungskraft

Die russische Rakete erreichte laut ukrainischen Militärquellen eine Geschwindigkeit von bis zu 13.000 Kilometern pro Stunde. Mehrere Regionen der Ukraine waren betroffen, darunter auch die Hauptstadt Kiew. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, mehr als zwei Dutzend wurden verletzt. In mehreren Stadtteilen brachen Brände aus.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einer „ernsten Bedrohung für die europäische Sicherheit“, da der Angriff in unmittelbarer Nähe zu den Grenzen von EU und NATO erfolgt sei.

Kiew meldet massive Drohnenangriffe

Nach Angaben der Militärverwaltung griff Russland die Hauptstadt zusätzlich mit bewaffneten Drohnen an. In mehreren Wohngebäuden kam es zu schweren Schäden. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte Einschläge in verschiedenen Bezirken und rief die Bevölkerung auf, Schutzräume nicht zu verlassen.

Stromausfall in Russland nach ukrainischem Gegenschlag

Als Reaktion auf den Angriff führte die Ukraine einen Gegenschlag auf russisches Gebiet aus. In der Region Belgorod fiel infolge von Beschuss bei mehr als 556.000 Menschen der Strom aus. Zusätzlich waren Heizung, Wasser- und Abwassersysteme betroffen, wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mitteilte.

Diplomatische Bemühungen ins Stocken geraten

Die neuen Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund stagnierender diplomatischer Gespräche. Die von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Vermittlungsversuche haben bislang keinen Durchbruch gebracht. Moskau lehnt weiterhin Sicherheitsgarantien ab, die eine westliche Militärpräsenz in der Ukraine vorsehen.

Russland warnt vor internationaler Truppenstationierung

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, jede Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine werde als legitimes militärisches Ziel betrachtet. Moskau sieht in den Pariser Vereinbarungen der sogenannten „Koalition der Willigen“ einen Versuch der weiteren Militarisierung der Ukraine.

Anhaltende Angriffe auf Energieinfrastruktur

Parallel dazu meldete das ukrainische Energieministerium nahezu vollständige Stromausfälle in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja. Krankenhäuser und kritische Einrichtungen arbeiten dort derzeit mit Notstromaggregaten. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem gezielten Versuch, die zivile Infrastruktur im Winter lahmzulegen.

Fazit: Gefahr einer weiteren Eskalation

Der Einsatz moderner Hyperschallwaffen und die gegenseitigen Angriffe auf Energieversorgung und zivile Ziele verdeutlichen die zunehmende Brutalisierung des Konflikts. Internationale Beobachter warnen vor einer unkontrollierbaren Eskalation, sollte es nicht gelingen, neue diplomatische Initiativen einzuleiten.


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Quelle: Internationale Agenturen

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