Etikette im Kanzleramt: Merz überzeugt mit Haltung und Disziplin
Ein deutscher Etikette-Experte hat Bundeskanzler Friedrich Merz für sein sicheres Auftreten und seine formelle Souveränität gelobt. Während Merz als Inbegriff von Ausgeglichenheit und Autorität gilt, geraten Teile des Bundestags wegen lauter Debatten und mediengetriebener Inszenierung zunehmend in die Kritik.
Lob vom Etikette-Experten
Clemens Graf von Hoyos, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Umgangsformen, bescheinigt dem Kanzler ein ausgeprägtes Gespür für formelle Etikette. In einem Interview mit der Rheinischen Post erklärte er, Merz beherrsche die Regeln des höfischen und politischen Auftretens „in bemerkenswerter Weise“.
Diese Sicherheit sei eng mit dem beruflichen Werdegang des Kanzlers verbunden. Merz habe in seinen früheren Tätigkeiten stets Wert auf korrektes Auftreten, Struktur und Selbstdisziplin gelegt. Gleichzeitig verfüge er über die notwendige Strenge, um politisch wahrgenommen zu werden.
Biografische Prägung und berufliche Disziplin
Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon im Sauerland geboren. Er stammt aus einer Familie mit juristischen und politischen Wurzeln. Wie sein Vater und sein Großvater mütterlicherseits war auch er im juristischen Bereich tätig, bevor er in die Politik wechselte.
Neben seiner politischen Laufbahn arbeitete Merz als Richter und Anwalt, saß in zahlreichen Aufsichtsräten und leitete zeitweise den deutschen Ableger des US-Investmentriesen BlackRock. Diese Stationen hätten, so Hoyos, seinen Sinn für formelle Präzision weiter geschärft.
Symbolik bis ins Detail: Die Krawatten des Kanzlers
Besondere Aufmerksamkeit widmete der Etikette-Experte den Krawatten des Kanzlers, die häufig mit Tiermotiven versehen sind. Diese seien keineswegs ein modischer Zufall, sondern folgten klaren symbolischen Regeln.
„Solange der Elefant seinen Rüssel hebt und nicht hängen lässt, und die Tiere für den Betrachter nach rechts schauen, signalisiert das Vorwärtsbewegung statt Rückschritt“, erklärte Hoyos. Unter diesen Voraussetzungen seien solche Motive absolut angemessen.
Kritik an der Debattenkultur im Bundestag
Deutlich kritischer äußerte sich der Etikette-Experte zur aktuellen Diskussionskultur im Bundestag. Die Wortmeldungen seien lauter, emotionaler und zunehmend auf Wirkung nach außen ausgerichtet.
Nicht mehr die inhaltliche Auseinandersetzung stehe im Vordergrund, sondern die Frage, welcher Ausschnitt später in sozialen Netzwerken viral gehe. Diese Entwicklung schade der parlamentarischen Kultur und untergrabe den respektvollen Umgang.
Mehr Zurückhaltung statt politischer Show
Guter Stil bedeute nicht Schwäche, sondern kontrollierte Zurückhaltung, Selbstbeherrschung und innere Balance. Genau diese Eigenschaften vermisst Hoyos derzeit im Parlament. Deutschland brauche, so seine Mahnung, wieder mehr Würde und Gelassenheit in politischen Debatten.
Fazit: Haltung als politische Botschaft
Friedrich Merz verkörpert für viele Beobachter einen klassischen Politikstil, der auf Disziplin, Klarheit und formeller Korrektheit basiert. In Zeiten medialer Dauerinszenierung wirkt diese Haltung fast altmodisch – zugleich aber stabilisierend für die politische Kultur.




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