Ferrari steht vor einer heiklen Phase im Vorfeld der Formel-1-Saison 2026. Nach einem enttäuschenden Jahr 2025, das der italienische Traditionsrennstall nur auf Rang vier der Konstrukteurswertung hinter Red Bull, Mercedes und McLaren beendete, mehren sich Berichte über interne Unruhe und strukturelle Probleme im neuen Projekt.

Im Vergleich zur Vorsaison fiel Ferrari sportlich deutlich zurück. Besonders im Fokus stand dabei Lewis Hamilton, der in seinem ersten Jahr im roten Overall ohne einen einzigen Podestplatz blieb. Der siebenfache Weltmeister beendete die Saison mit einem Rückstand von 86 Punkten auf seinen Teamkollegen Charles Leclerc, der erneut als konstantere Kraft im Team auftrat.

Wie das Portal AutoRacer Italy berichtet, verliefen die Vorbereitungen auf die neue Regelära 2026 alles andere als reibungslos. Demnach herrschte innerhalb des Projekts SF-26 zeitweise ein „unorganisierter Zustand“. Besonders kritisch wird gesehen, dass das endgültige Chassis-Design vergleichsweise spät festgelegt wurde – obwohl genau dieser Schritt normalerweise zu den frühesten Meilensteinen eines neuen Fahrzeugs zählt.

Quellen zufolge kam es zu Verzögerungen im internen Zeitplan, was die Sorge nährt, Ferrari könne im Entwicklungsrennen erneut ins Hintertreffen geraten. Auffällig ist zudem, dass der Rennstall bislang keinerlei Einblicke in den Stand seines neuen Antriebs gewährt hat. Konkurrenten wie Mercedes, Audi und Honda präsentierten bereits erste Entwicklungsstufen ihrer Power Units für 2026.

Laut Bericht hat der neue Ferrari-Motor bislang noch keinen vollständigen ersten Betrieb innerhalb der Rennabteilung durchlaufen. Dieser Schritt soll jedoch in naher Zukunft erfolgen. Offiziell plant Ferrari, den neuen SF-26 am 23. Januar vorzustellen – nur drei Tage vor einem ersten nicht öffentlichen Test in Barcelona.

Ob Ferrari aus den Schwierigkeiten der vergangenen Saison gelernt hat und rechtzeitig die nötige Stabilität findet, bleibt offen. Fest steht jedoch: Der Druck auf Teamführung und Technikabteilung ist vor dem großen Reglementwechsel so hoch wie lange nicht mehr.

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