19-jähriger Deutscher nach Familiendrama festgenommen
Ein schwerer Gewaltverdacht erschüttert derzeit die Ermittlungsbehörden: In Lissabon wurde ein 19-jähriger Deutscher festgenommen, der im Verdacht steht, während eines Urlaubs auf Kap Verde drei enge Familienangehörige getötet zu haben.
Tatverdacht während eines Urlaubs auf São Vicente
Nach Angaben der portugiesischen Polizei soll sich die Tat bereits am Dienstag auf der Insel São Vicente ereignet haben. Dort verbrachte die Familie ihren Urlaub, als der junge Mann mutmaßlich seinen Vater, dessen Ehefrau sowie die Stieftochter mit einer Stichwaffe tödlich verletzte.
Die Leichen wurden später in einer Ferienwohnung entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verdächtige die Insel jedoch bereits verlassen.
Flucht nach Lissabon – Europäischer Haftbefehl vollstreckt
Unmittelbar nach der mutmaßlichen Tat reiste der 19-Jährige nach Lissabon, wo er schließlich festgenommen wurde. Die portugiesischen Behörden bestätigten, dass damit ein europäischer Haftbefehl der deutschen Justiz vollstreckt worden sei.
Zu einem möglichen Tatmotiv äußerten sich die Ermittler bislang nicht offiziell.
Hinweise auf psychische Erkrankung
Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Sicherheitskreise in Kap Verde berichtet, soll der junge Deutsche an einer psychischen Störung leiden. Inwiefern dieser Umstand eine Rolle im weiteren Verfahren spielen wird, ist derzeit noch offen.
Kap Verde liegt vor der Westküste Afrikas und war bis 1975 eine portugiesische Kolonie – weshalb die Zusammenarbeit zwischen den Behörden beider Länder eng verläuft.
Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen befinden sich weiterhin in einem frühen Stadium. Sowohl deutsche als auch portugiesische Behörden arbeiten an der Rekonstruktion der Tat und prüfen die juristischen Zuständigkeiten für das weitere Vorgehen.




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