Glätte-Alarm in NRW: Distanzunterricht und Wetterwarnungen prägen den Wochenstart
Angesichts akuter Gefahren durch schwere Eisglätte hat die Regierung von
Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands,
entschieden, am Montag landesweit auf Distanzunterricht umzustellen.
Die Maßnahme soll vor allem die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern gewährleisten.
Schulen bleiben leer – Notbetreuung eingerichtet
Wie die Landesregierung am Sonntag (11. Januar 2026) mitteilte,
wird der Präsenzunterricht in allen Schulen ausgesetzt.
Stattdessen findet der Unterricht digital statt.
Lediglich eine Notbetreuung wird für Kinder angeboten,
die zu Hause keine alternative Betreuung haben.
Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund meteorologischer Warnungen
vor extremen Straßenglätte-Risiken,
die insbesondere in den frühen Morgenstunden erwartet werden.
„Sicherheit der Kinder hat oberste Priorität“
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller betonte,
dass der Schutz der Schülerinnen und Schüler oberste Priorität habe:
„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kinder stehen für uns an erster Stelle.
Deshalb haben wir uns für diesen präventiven Schritt entschieden.“
Wetterdienst warnt vor gefrierendem Regen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bereits im Vorfeld
vor einer warmen Luftfront,
die nach einer Phase starken Frosts
große Mengen gefrierenden Regens mit sich bringen könnte.
Die Niederschläge sollen sich ab Mitternacht
von Westen her über NRW ausbreiten.
Auf dem gefrorenen Boden könnten Straßen
innerhalb kürzester Zeit zu spiegelglatten Flächen werden.
Kritische Zeitspanne in den frühen Morgenstunden
Besonders gefährlich wird die Lage laut DWD
zwischen Mitternacht und 10 Uhr morgens eingeschätzt,
in Ostwestfalen sogar bis in die frühen Nachmittagsstunden.
In einzelnen Regionen seien „erhebliche Auswirkungen“ nicht auszuschließen.
Nachwirkungen der Wintersturmfront „Elli“
Bereits am Freitag hatte die Wintersturmfront „Elli“
für erhebliche Einschränkungen gesorgt.
Zahlreiche Schulen im Westen Deutschlands
waren ungewöhnlich leer geblieben,
da Eltern selbst entscheiden durften,
ob der Schulweg für ihre Kinder noch zumutbar sei.
Das Schulministerium erinnerte daran,
dass Eltern bei extremen Wetterlagen grundsätzlich das Recht haben,
über die Sicherheit des Schulwegs zu entscheiden –
vorausgesetzt, die Schule wird über das Fernbleiben informiert.
Bahnverkehr erholt sich schrittweise
Während der Straßenverkehr unter den Wetterbedingungen leidet,
zeigt sich bei der Deutschen Bahn eine leichte Entspannung.
Rund zwei Drittel der Fernverkehrszüge verkehren inzwischen wieder planmäßig.
Die Vorstandsvorsitzende der bundeseigenen Bahn, Evelyn Palla,
erklärte am Sonntag in Hannover,
dass alle wichtigen Hauptachsen wieder freigegeben seien.
Sie dankte den Einsatzkräften,
die auch unter extremen Bedingungen durchgehend gearbeitet hätten.
Weiterhin Einschränkungen möglich
Trotz der Stabilisierung rechnet die Bahn
bis in den Nachmittag hinein mit vereinzelten Einschränkungen.
Schneewehen und Eisablagerungen
hatten die Infrastruktur am Wochenende stark belastet.
Größere Störungen zum Wochenbeginn
erwartet das Unternehmen jedoch nicht mehr,
auch wenn das winterliche Wetter vorerst anhält.
Winter zeigt Deutschland seine Grenzen
Die aktuelle Lage verdeutlicht erneut,
wie stark extreme Wetterereignisse
den Alltag in Deutschlands Ballungsräumen beeinflussen können.
NRW reagiert mit Vorsicht – und setzt auf Prävention,
um größere Schäden und Unfälle zu vermeiden.
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Fazit:
Mit Distanzunterricht, Warnungen und Einschränkungen reagiert Nordrhein-Westfalen
auf eine gefährliche Wetterlage.
Während der Bahnverkehr langsam zur Normalität zurückkehrt,
bleibt Vorsicht auf den Straßen oberstes Gebot.



