Glatteis-Warnung des DWD: Deutschland im Winter-Chaos
Berlin – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schlägt Alarm: In weiten Teilen Deutschlands sorgt gefrierender Regen für extreme Glätte. Besonders der Osten des Landes steht unter Alarmstufe Rot. Behörden warnen vor akuter Gefahr für Leib und Leben.
Schwere Unfälle auf Autobahnen: Einsatzkräfte am Limit
Vor allem in Brandenburg führte Eisregen in Kombination mit Neuschnee zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Dramatisch war die Lage auf der A10 bei Potsdam, wo es zu einer Massenkarambolage mit mehr als 20 beteiligten Fahrzeugen kam.
Rettungskräfte und Feuerwehr waren im Großeinsatz. Mehrere Personen wurden verletzt, einige mussten stationär behandelt werden. Teilweise wurden Autobahnabschnitte komplett gesperrt. Der ADAC rief Autofahrer zu äußerster Vorsicht auf.
Alarmstufe Rot in 20 Regionen
Der DWD verhängte für rund 20 Landkreise und kreisfreie Städte in Ostdeutschland die zweithöchste Warnstufe. Betroffen sind unter anderem Teile von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Meteorologen raten dringend davon ab, unnötige Fahrten zu unternehmen. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte das Fahrzeug volltanken sowie Decken und warme Getränke mitführen.
Flug- und Bahnverkehr massiv eingeschränkt
Am Hauptstadtflughafen BER kam es zeitweise zu einem vollständigen Startstopp. Grund war schnell gefrierender Regen, der eine sichere Enteisung der Flugzeuge unmöglich machte. Landungen waren weiterhin erlaubt, allerdings kam es zu erheblichen Verspätungen.
Auch die Deutsche Bahn meldete witterungsbedingte Einschränkungen. Mehrere ICE-Verbindungen – insbesondere zwischen Berlin und Hannover – fielen aus oder wurden gekürzt.
Nahverkehr lahmgelegt: Busse und U-Bahnen betroffen
In zahlreichen Städten kam der öffentliche Nahverkehr zeitweise komplett zum Erliegen. In Teilen Südbrandenburgs sowie in Ostsachsen wurden Busverkehre eingestellt, da die Fahrzeuge auf vereisten Straßen keinen Halt fanden.
In Berlin kam es zu Unterbrechungen auf mehreren U-Bahn-Linien. Die Verkehrsbetriebe sprachen von erheblichen Sicherheitsrisiken.
Gefährliche Situationen abseits der Straßen
Auch abseits des Verkehrs birgt das Winterwetter große Gefahren. In Lübeck brach ein Radfahrer beim Versuch, einen zugefrorenen Fluss zu überqueren, ins Eis ein. Der Mann konnte sich selbst retten, blieb aber nur knapp unverletzt.
Gesundheitssystem unter Druck
Die anhaltende Glätteperiode belastet zunehmend Kliniken und Arztpraxen. Vor allem Sturzverletzungen sorgen für volle Notaufnahmen. Ärzte sprechen von einer außergewöhnlich langen und intensiven Winterphase.
Ausblick: Entspannung nicht in Sicht
Nach Angaben des DWD bleibt die Wetterlage angespannt. Kalte Ostluft trifft weiterhin auf feuchte Luftmassen aus dem Westen – eine gefährliche Mischung. In fast allen Bundesländern gelten amtliche Glättewarnungen.



