Winterchaos legt Deutschland lahm – Verkehr, Bahn und Städte im Ausnahmezustand

Deutschland – Eine massive Winterwetterlage mit Schneefall, gefrierendem Regen und eisigen Temperaturen hat weite Teile Deutschlands fest im Griff. In mehreren Bundesländern kam es am Montagmorgen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, zahlreichen Unfällen sowie zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

Unfälle und Glätte: Nordostdeutschland besonders betroffen

Vor allem in den Bundesländern Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern meldeten Polizei und Rettungsdienste einen starken Anstieg von Verkehrsunfällen. Ursache war sogenanntes „Blitzeis“, das sich durch gefrierenden Regen auf Straßen und Autobahnen bildete und die morgendliche Rushhour erheblich erschwerte.

Deutsche Bahn warnt vor Verspätungen und Zugausfällen

Die Deutsche Bahn bestätigte erhebliche Störungen im Fernverkehr. Betroffen seien insbesondere Verbindungen im gesamten Süden Deutschlands sowie Strecken von und nach Berlin, Hamburg und Hannover. ICE-Züge blieben teilweise stehen, während Einsatzkräfte Schnee und Eis von Gleisen und Bahnsteigen entfernten.

Berlin im Winterstress: Straßenbahnen außer Betrieb

In der Hauptstadt Berlin mussten mehrere Straßenbahnlinien eingestellt werden, da die Oberleitungen durch Eisbildung unbrauchbar wurden. Auch andere Bereiche des öffentlichen Nahverkehrs unterlagen Einschränkungen. Gleichzeitig meldeten Wetterdienste bis zu 25 Zentimeter Neuschnee in Teilen Südwestdeutschlands.

Warnstufe Rot: Glatteisgefahr bleibt bestehen

Der Deutsche Wetterdienst hielt am Morgen weiterhin amtliche Unwetterwarnungen für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Nordbayern aufrecht. Zwar soll der Schneefall im Tagesverlauf langsam nachlassen, doch extreme Kälte und Glätte bleiben weiterhin ein Risiko.

USA: Historischer Wintersturm bringt Flugverkehr zum Erliegen

Auch die Vereinigten Staaten kämpfen mit einer außergewöhnlich starken Wintersturmfront. Laut dem National Weather Service sind rund 180 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung – von Schnee, Eisregen und Frost betroffen.

Die Sturmfront erstreckt sich von den südlichen Rocky Mountains bis nach Neuengland. In Metropolen wie Washington, New York und Boston wurden Schneemengen von bis zu 60 Zentimetern erwartet.

Zehntausende Flüge gestrichen – Flughäfen schließen zeitweise

Allein am Sonntag wurden laut „FlightAware“ über 11.400 Flüge annulliert. Analyseunternehmen Cirium bezeichnete das Ereignis als größte Störungswelle im Luftverkehr seit der Corona-Pandemie.

Besonders betroffen waren die Flughäfen im Nordosten der USA: In Philadelphia fielen 94 Prozent aller Flüge aus, am Flughafen LaGuardia in New York wurden über 430 Verbindungen gestrichen. Auch der JFK Airport meldete massive Ausfälle.

Stromausfälle treffen Hunderttausende Haushalte

Zusätzlich sorgte der Sturm für weitreichende Stromausfälle. Zeitweise waren über 950.000 Haushalte und Betriebe ohne Elektrizität. Bis Sonntagabend sank die Zahl der Betroffenen auf rund 847.000.

Besonders hart traf es den Bundesstaat Tennessee, wo der Energieversorger Nashville Electric Service bei rund 185.000 Kunden Stromausfälle meldete. Auch Entergy verzeichnete über 145.000 betroffene Anschlüsse.

Trump spricht von „historischer Katastrophe“

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Wetterlage als „historisch“ und rief in mehr als zehn Bundesstaaten den föderalen Notstand aus. Energieversorger kündigten an, rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Stromversorgung zu arbeiten.

Fazit

Ob in Deutschland oder den USA – der Winter zeigt seine extreme Seite. Experten warnen vor weiteren Einschränkungen und raten zur Vorsicht im Straßenverkehr sowie bei Reisen.

Weiterführende Analyse:
Elbe-Eischaos in Hamburg – Hintergründe und Folgen

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