Volkswagen startet tiefgreifende Konzernreform zur Kostensenkung
Wolfsburg – Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen treibt eine umfassende Umstrukturierung seiner volumenstarken Marken voran. Ziel der Neuordnung ist es, die Produktionskosten in den kommenden Jahren deutlich zu senken und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.
Wie das Unternehmen am Mittwoch an seinem Stammsitz in Wolfsburg mitteilte, soll allein im Produktionsbereich bis zum Jahr 2030 ein Einsparpotenzial von rund einer Milliarde Euro realisiert werden.
Einheitlicher Vorstand für zentrale Bereiche
Kern der Reform ist die Zusammenführung der bislang getrennten Zentralressorts Produktion, technische Entwicklung und Einkauf in einem gemeinsamen Vorstandsgremium, das markenübergreifend für alle Volumenmarken der Gruppe zuständig sein wird.
Parallel dazu ist ein deutlicher Abbau von Führungspositionen geplant. Nach Angaben des Konzerns wird die Zahl der Vorstandsmitglieder innerhalb der Markengruppe insgesamt um etwa ein Drittel reduziert, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.
Schlankere Führung bei Skoda und Seat
Künftig sollen die Marken Skoda, Seat sowie der Bereich Volkswagen Nutzfahrzeuge jeweils von nur noch vier ordentlichen Vorstandsmitgliedern geführt werden. Volkswagen verspricht sich davon klarere Zuständigkeiten und schnellere Entscheidungswege.
Thomas Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen Pkw und Leiter der Markengruppe Volumen, erklärte: „Der neue Vorstand der Markengruppe wird für mehr Tempo und eine deutlich bessere Steuerungsfähigkeit sorgen – zum Vorteil aller Marken.“
Umsetzung ab Januar, Abschluss im Sommer
Das neue Führungsmodell soll bereits im Januar starten und bis zum Sommer vollständig umgesetzt werden. Die Reform ist Teil eines umfassenden Sparprogramms, das insbesondere die Kernmarke Volkswagen betrifft, die zuletzt mit einer vergleichsweise schwachen Profitabilität zu kämpfen hatte.
Im Rahmen dieser Strategie verfolgt Konzernchef Oliver Blume zudem das Ziel, bis zum Jahr 2030 rund 35.000 Stellen bei Volkswagen in Deutschland abzubauen.
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