Lawinenunglück in Salzburg: Fünf Tote im Pongau

Österreich – 17. Januar 2026: In den österreichischen Alpen ereigneten sich am Samstag tragische Lawinenabgänge im Pongau, bei denen fünf Menschen ihr Leben verloren. Das Kriseninterventionsteam und die Bergrettung Salzburg waren im Einsatz, um Opfer zu bergen und Hinterbliebene zu betreuen.

Erster Einsatz: Skitourengeherin verschüttet

Gegen 12:30 Uhr alarmierte der Ehemann eine Rettungsmannschaft, nachdem seine Frau bei einer Skitour im Bereich der Schmugglerscharte in Bad Hofgastein von einer Lawine erfasst wurde. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnte ihr Leben nicht gerettet werden. Unterstützt wurde die Rettung durch einen Hubschrauber, die Hundestaffel der Bergrettung und das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes.

Zweiter Einsatz: Großarltal

Um 14 Uhr wurden erneut Einsatzkräfte gerufen: Sieben Tourengeher waren im alpinen Gelände am Finsterkopf von einer Lawine erfasst worden. Teams aus Bad Hofgastein, Bad Gastein, Dorfgastein, Großarl und Hüttschlag rückten aus. Vier Personen kamen ums Leben, eine Person erlitt schwere Verletzungen, eine weitere leichte Verletzungen, und ein Mitglied blieb unverletzt. Auch hier betreute das Kriseninterventionsteam die Angehörigen.

Lawinengefahr und Wetterlage

Die Bergrettung Pongau warnte bereits im Vorfeld vor Lawinengefahr für das Wochenende. Die Mischung aus Altschnee und Neuschnee war instabil, wodurch immer wieder Schneebretter abgingen. In den letzten Tagen fiel in den österreichischen Alpen teilweise ein halber Meter Neuschnee. Anfang der Woche hatte ein 13-jähriger Tscheche in Sportgastein bei einem Lawinenabgang sein Leben verloren.

Glückliche Zwischenfälle

Weitere Lawinenabgänge verliefen glimpflich: Wintersportler lösten Schneebretter auf dem Plattenkogel und Frauenkogel in Hüttschlag, ohne dass es zu Verletzten kam.

Expertenkommentar

„Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist“, erklärte Gerhard Kremser, Bezirksleiter der Bergrettung Pongau.

Backlinks

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein