Ukraine-Krieg: Russische Truppen rücken weiter vor
Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, dass russische Streitkräfte ihre militärischen Vorstöße im Osten und Südosten der Ukraine ausgeweitet haben.
Demnach übernahmen russische Einheiten die Kontrolle über das Dorf Sakytne in der Region Donezk sowie über Olenokostiantyniwka im Gebiet Saporischschja.
Heftige Gefechte entlang der Ostfront
Bereits zuvor hatte das ukrainische Militär von massiven russischen Angriffen entlang der östlichen Frontlinie berichtet.
Nach Angaben des Generalstabs in Kiew kam es seit Donnerstagmorgen zu rund 180 einzelnen russischen Angriffen, was auf eine deutliche Intensivierung der Kämpfe hindeutet.
In dem Lagebericht heißt es weiter, dass dabei schätzungsweise 1.370 russische Soldaten getötet oder verwundet worden seien.
Diese Angaben lassen sich zwar nicht unabhängig überprüfen, liegen jedoch deutlich über dem sonst üblichen Tagesdurchschnitt und deuten auf besonders verlustreiche Gefechte hin.
Fokus auf den Frontabschnitt Pokrowsk
Ein zentraler Schwerpunkt der Kämpfe bleibt weiterhin der Frontabschnitt rund um Pokrowsk, der in den vergangenen Wochen zunehmend unter russische Kontrolle geraten ist.
Gleichzeitig betont die ukrainische Seite, dass sie weiterhin Stellungen in der Stadt Myrnohrad in der Region Donezk hält.
Auch weiter südlich, nahe der Ortschaft Huljajpole in der Region Saporischschja, wurden erneut russische Angriffe gemeldet, was auf eine Ausweitung der Kampfhandlungen hinweist.
Russland meldet massive Drohnenabwehr
Unterdessen erklärte das russische Verteidigungsministerium, dass seine Luftabwehrsysteme in der Nacht 106 ukrainische Drohnen über verschiedenen Regionen Russlands abgefangen und zerstört hätten.
Es handelt sich nach russischen Angaben um eine der größten Abwehraktionen der vergangenen Wochen.
Krieg ohne politische Annäherung
Der Krieg dauert inzwischen seit dem 24. Februar 2022 an.
Moskau knüpft ein Ende der Kampfhandlungen weiterhin an die Bedingung, dass Kiew auf einen Beitritt zu westlichen Militärbündnissen verzichtet.
Die ukrainische Regierung lehnt dies ab und bezeichnet die Forderung als unzulässige Einmischung in ihre staatliche Souveränität.
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Fazit:
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die anhaltende Dynamik des Krieges.
Trotz hoher Verluste und intensiver Kämpfe zeichnet sich bislang keine politische Lösung ab – stattdessen verschärft sich die militärische Lage an mehreren Frontabschnitten.




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