Russisch-Ukrainischer Konflikt: Drohnenangriffe und Energiekrise

Am Sonntag berichtete Alexander Gussew, Gouverneur der Region Woronesch in Russland, dass bei einem nächtlichen Drohnenangriff durch ukrainische Streitkräfte eine Frau getötet und drei Personen verletzt wurden. Die russische Verteidigungsministeriumsbehauptet, dass russische Truppen ein Dorf im Südosten der Ukraine unter Kontrolle gebracht haben.

Schwere Drohnenangriffe auf Voronezh

Gussew teilte auf Telegram mit, dass mehr als 20 Wohngebäude, Schulen und Verwaltungsgebäude beschädigt wurden. Er bezeichnete den Angriff als einen der heftigsten Drohnenangriffe seit Beginn der „spezialmilitärischen Operation“. Voronezh liegt rund 470 Kilometer von Moskau und 250 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Ukrainische Perspektive

Die Ukraine rechtfertigt die Angriffe auf russisches Territorium als Reaktion auf wiederholte Raketen- und Drohnenangriffe Russlands auf ukrainische Städte und kritische Infrastruktur, einschließlich Energieanlagen.

Russische Gegenmaßnahmen

Am vergangenen Freitag griff Russland mit einer Hyperschallrakete ein Ziel in der Ukraine nahe Polen an. Europäische Verbündete Kiews werteten dies als Einschüchterungsversuch.

Laut TASS hat das russische Militär die Kontrolle über das Dorf Bilohirja in der Region Saporischschja übernommen und dabei militärische und Energieanlagen getroffen.

Ukrainische Verluste und Gegenangriffe

Die ukrainische Armee gab an, dass seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 insgesamt 1.218.000 russische Soldaten getötet oder verletzt wurden. Hunderte Tausende Panzer, Kampffahrzeuge, Raketenwerfer, Drohnen und Flugzeuge seien zerstört worden.

Darüber hinaus griff die Ukraine am Sonntag drei Ölbohrplattformen von Lukoil im Kaspischen Meer an und meldete, dass über 1.000 Wohngebäude in Kyiv nach russischen Angriffen ohne Heizung blieben.

Humanitäre Lage in Kyiv

Die anhaltenden Angriffe führten zu Strom- und Heizungsausfällen in der ukrainischen Hauptstadt. Bürgermeister Vitali Klitschko betonte auf Telegram, dass die Reparaturen laufen, die Versorgungslage jedoch weiterhin kritisch sei.

Präsident Zelensky

Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe über 1.100 Drohnen, 890 gelenkte Bomben und mehr als 50 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Er bezeichnete die Angriffe als gezielten Terror gegen die Zivilbevölkerung, verschärft durch eisige Temperaturen.

Russische Reaktion auf ukrainische Angriffe

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Gebiete als „terroristischen Akt“ und beklagte zivile Opfer in Voronezh.

Fazit

Die Situation bleibt angespannt, die Zivilbevölkerung leidet unter Energieausfällen und Angriffen auf kritische Infrastruktur. Beide Seiten berichten von schweren Verlusten und anhaltenden militärischen Operationen.

Weitere Informationen:
Angriff auf Ukraine |
Drohnenangriff Volgograd |
Geopolitik & NATO

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