Qatar bedauert Schäden an seiner Botschaft in Kiew
Der Staat Katar hat sein tiefes Bedauern über die Beschädigung des Gebäudes seiner Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt Kiew infolge eines nächtlichen russischen Angriffs zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig betonte das Außenministerium in Doha, dass kein Diplomat und kein Mitarbeiter der Botschaft verletzt worden sei.
Klarer Appell an das Völkerrecht
In einer offiziellen Erklärung bekräftigte Katar seine feste Haltung, die russisch-ukrainische Krise ausschließlich durch Dialog und friedliche Mittel zu lösen. Dieser Ansatz stehe im Einklang mit den Prinzipien des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen.
Selenskyj bestätigt Schäden an der katarischen Botschaft
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass ein russischer Angriff in der Nacht zum Donnerstag rund 20 Wohngebäude in Kiew und Umgebung beschädigt habe. Unter den betroffenen Objekten befinde sich auch ein Gebäude, das zur Botschaft Katars gehöre.
Nach Angaben Selenskyjs kamen bei den Angriffen vier Menschen ums Leben. In einer Mitteilung auf Telegram erklärte er, dass eine russische Drohne das Botschaftsgebäude beschädigt habe.
Katar als Vermittler im Krieg
Selenskyj hob zudem hervor, dass Katar eine aktive Rolle bei der Vermittlung zwischen Moskau und Kiew spiele, insbesondere bei Gesprächen über den Austausch von Kriegsgefangenen.
Offizielle Stellungnahme aus Doha (Tweet)
بيان | قطر تعرب عن أسفها البالغ لتعرّض مبنى سفارتها لدى أوكرانيا لأضرار جراء قصف العاصمة كييف
#الخارجية_القطرية— الخارجية القطرية (@MofaQatar_AR)
9. Januar 2026
Stromausfälle im Südosten der Ukraine
Parallel dazu teilte das ukrainische Energieministerium mit, dass russische Angriffe zu einem nahezu vollständigen Stromausfall in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja geführt hätten.
Lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser würden derzeit mit Notstrom versorgt, während Einsatzkräfte an der Wiederherstellung der Energie-, Wasser- und Wärmeversorgung arbeiten.
Winter verschärft die Lage
Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko warnte, dass starker Schneefall und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius die ohnehin stark belastete Energieinfrastruktur zusätzlich unter Druck setzen könnten.
| Region | Aktuelle Lage |
|---|---|
| Dnipropetrowsk | Nahezu vollständiger Stromausfall |
| Saporischschja | Versorgung über Notstromaggregate |
Hintergrund des Krieges
Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland einen umfassenden Krieg gegen die Ukraine. Moskau fordert unter anderem den Verzicht Kiews auf eine Mitgliedschaft in westlichen Militärbündnissen – eine Forderung, die die Ukraine als unzulässige Einmischung in ihre Souveränität betrachtet.




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