Ein Tor wie ein Befreiungsschlag

Der algerische Nationalmannschaft ist mit letzter Kraft der Einzug ins Viertelfinale des Afrika-Cups gelungen. In einem nervenaufreibenden Achtelfinale setzte sich Algerien am Dienstagabend in Rabat nach Verlängerung mit 1:0 gegen die DR Kongo durch. Der entscheidende Moment kam spät – sehr spät: Adel Bolbina traf in der 119. Minute und verwandelte kollektive Anspannung in grenzenlosen Jubel.

Taktisches Abtasten statt Offensivfeuerwerk

Von Beginn an prägte Vorsicht das Spiel. Beide Teams agierten aus einer stabilen Grundordnung heraus, Fehlervermeidung hatte Priorität. Algerien setzte auf schnelle Umschaltmomente über die Flügel, während die DR Kongo im Zentrum auf Physis und zweite Bälle baute. Klare Torchancen blieben in der Anfangsphase jedoch Mangelware – kein einziger Abschluss fand in den ersten 20 Minuten den Weg aufs Tor.

Kongos erste Warnschüsse – Zidane auf dem Posten

Nach rund 25 Minuten wurde die Partie erstmals gefährlich. Cédric Bakambu tauchte frei im Strafraum auf, doch Torhüter Luca Zidane reagierte glänzend. Nur Sekunden später sorgte ein Kopfball nach ruhendem Ball erneut für Unruhe im algerischen Strafraum – diesmal ging der Ball knapp vorbei. Algerien wirkte in dieser Phase defensiv gefordert, offensiv jedoch noch zu harmlos.

Algeriens verspätete Antwort

Erst kurz vor der Pause meldeten sich die „Wüstenfüchse“ offensiv an. Ein schneller Konter über Mohamed Amoura brachte Ibrahim Maza in Abschlussposition, dessen Distanzschuss jedoch deutlich verzog. Zur Halbzeit blieb es beim torlosen Remis – sinnbildlich für ein Spiel, das von Kontrolle statt Kreativität lebte.

Mehr Mut nach dem Seitenwechsel

Nach Wiederanpfiff zeigte Algerien ein anderes Gesicht. Die Mannschaft rückte höher auf, kombinierte variabler. Fares Chaibi verpasste per Kopf nur knapp die Führung. Doch auch die DR Kongo blieb gefährlich, insbesondere bei zweiten Bällen im Strafraum. Algeriens Defensive musste mehrfach in höchster Not klären.

Petkovics Mut zahlt sich spät aus

Trainer Vladimir Petkovic reagierte in der 70. Minute mit mutigen Wechseln. Frische Offensivkräfte brachten neuen Schwung, während die Balance im Spiel gewahrt blieb. Algerien erhöhte in der Schlussphase den Druck, doch der kongolesische Keeper hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel – die Verlängerung war unausweichlich.

Verlängerung voller Spannung – und ein Moment für die Ewigkeit

Mit schwindenden Kräften begann die Verlängerung. Algerien suchte beharrlich die Entscheidung, die DR Kongo lauerte auf Konter. Baghdad Bounedjah hatte mehrfach den Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch am glänzend aufgelegten Torhüter.

Als alles bereits nach Elfmeterschießen roch, kam die 119. Minute:
Ein letzter Angriff, ein präziser Pass von Ramiz Zerrouki, dann Adel Bolbina – ein wuchtiger Schuss, hoch ins rechte Eck. 1:0. Entscheidung. Erlösung. Viertelfinale.

Ein Sieg des Willens

Algerien steht im Viertelfinale des Afrika-Cups 2025 – nicht durch Glanz, sondern durch Geduld, Disziplin und unerschütterlichen Glauben. Der späte Treffer von Bolbina könnte sich als Wendepunkt im Turnierverlauf erweisen.


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