Vitaminpräparate: Wenn gesund plötzlich gefährlich wird
Vitamine gelten als unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden Ernährung. Doch aktuelle Studien werfen Fragen auf: Können Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin B12, C oder E das Risiko für Lungenkrebs erhöhen, wenn sie in hohen Dosen eingenommen werden?
Hohe Dosierungen versus natürliche Aufnahme
Experten weisen darauf hin, dass die Konzentration von Vitaminen in Nahrungsergänzungsmitteln oft deutlich höher ist als die Mengen, die über Obst und Gemüse aufgenommen werden. Während natürliche Quellen ausgewogen und sicher sind, können Präparate bei Überdosierung negative Effekte haben.
Studien zu Vitamin B12, C und E
Eine 2019 veröffentlichte Studie zeigte, dass sehr hohe Dosen von Vitamin B12 das Wachstum bereits vorhandener Krebszellen fördern können. Das Vitamin verursacht selbst keinen Krebs, schafft jedoch eine Umgebung, die Tumoren begünstigt.
Ähnliche Ergebnisse ergab eine aktuelle Untersuchung im Journal of Clinical Investigation. Hier wurde festgestellt, dass Antioxidantien wie Vitamin C und E die Bildung neuer Blutgefäße in Tumoren unterstützen können, was deren Wachstum und Ausbreitung begünstigt.
Experten raten zu Vorsicht
Die Deutsche Krebsgesellschaft betont, dass Nahrungsergänzungsmittel nur bei tatsächlichem Bedarf sinnvoll sind, etwa während der Schwangerschaft oder bei gesundheitlichen Einschränkungen der Nährstoffaufnahme. Vor der Einnahme sollten stets ärztliche Tests und Beratung erfolgen.
Die Balance macht den Unterschied
Vitamine aus natürlichen Quellen bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Nahrungsergänzungsmittel hingegen sollten nicht unbedacht eingesetzt werden. Ein ausgewogenes Verhältnis und die Vermeidung von Überdosierungen sind entscheidend, um mögliche Risiken zu minimieren.
Fazit
Bevor Sie täglich ein Vitaminpräparat einnehmen, prüfen Sie den tatsächlichen Bedarf. Eine bewusste und ärztlich abgestimmte Einnahme ist entscheidend, um die positiven Effekte von Vitaminen zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu vermeiden.



