Razzia bei X: Elon Musk vor französischen Behörden
Die französischen Behörden haben die Büros der Social-Media-Plattform X in Paris durchsucht und den CEO Elon Musk, den reichsten Mann der Welt, zur Befragung vorgeladen. Dies geschieht angesichts wachsender Kritik an der Plattform und laufender Untersuchungen in Europa, berichtet Reuters.
Die Cybercrime-Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft leitete die Razzia und forderte Musk zur Mitwirkung auf. Auch die ehemalige CEO Linda Yaccarino wurde zur Befragung geladen. Europol beteiligte sich an der Aktion, um die Einhaltung europäischer Vorschriften sicherzustellen.
X sieht sich in mehreren europäischen Ländern, besonders in Frankreich, mit Kritik konfrontiert. Grund dafür ist unter anderem die Veröffentlichung expliziter Inhalte durch den KI-Bot Grok in den vergangenen Monaten. Zeitgleich ermittelt die britische Datenschutzbehörde wegen der generierten Inhalte, berichtet Reuters.
In einer offiziellen Stellungnahme warf X den französischen Behörden vor, internationale Abkommen zu ignorieren und der Plattform keine Möglichkeit zur Verteidigung zu geben. Elon Musk bezeichnete die Razzia als „politischen Angriff“ und kritisierte sowohl Europol als auch die französischen Behörden in einem separaten Statement laut Time Magazine.
Die französischen Behörden begründen die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die Einhaltung französischer Gesetze durch X sicherzustellen, insbesondere in Bezug auf den KI-Bot Grok, der zuvor mehrfach für Kontroversen sorgte. Die Plattform stellte die Funktion zeitweise ab, und Yaccarino trat im Juli 2025 von ihrem Posten zurück.
Die aktuelle Krise rund um die von Grok generierten expliziten Inhalte ist die jüngste in einer Reihe von Problemen. X sah sich weltweit, auch innerhalb der EU, mit Verboten konfrontiert, obwohl die Funktion inzwischen eingestellt wurde. Kritiker bemängeln, dass der Schaden bereits angerichtet wurde.



