Russland veröffentlicht neue „Beweise“ für angeblichen Drohnenangriff

Das russische Verteidigungsministerium hat am Mittwoch neue Informationen veröffentlicht, die
angeblich die Vorwürfe untermauern sollen, dass die Ukraine einen Drohnenangriff auf den offiziellen Wohnsitz
von Präsident Wladimir Putin in der Region Nowgorod durchgeführt habe. Laut russischen Angaben seien 91 Drohnen
eingesetzt worden, alle jedoch von den russischen Luftabwehrsystemen abgefangen worden.

Details zum angeblichen Angriff

Der Kommandant der russischen Flugabwehreinheiten, Oberst Alexander Romanenkov, erklärte, dass die Drohnen
verschiedene Flugrouten durch die Regionen Brjansk, Smolensk, Twer und Nowgorod genommen hätten.
Videos und Kartenmaterial, die das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte, zeigen angeblich
die Flugwege und die Momente der Abwehr.

Keine Schäden gemeldet

Nach Angaben der russischen Behörden kam es zu keinen Opfern und auch keine materiellen Schäden am
Wohnsitz Putins seien entstanden. Der Angriff sei gezielt und geplant gewesen, so die Darstellung aus Moskau.

EU äußert Zweifel

Die EU-Außenbeauftragte Kaya Kallas kritisierte die Darstellung Russlands und bezeichnete die Veröffentlichung
als „bewusste Ablenkung“. Ihrer Meinung nach versuche Moskau, die internationalen Bemühungen um Frieden
zwischen der Ukraine und westlichen Partnern zu behindern.

Reaktion der Ukraine

Die ukrainische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, es habe keinen
Drohnenangriff auf den Wohnsitz Putins gegeben. Außenminister Andrij Sewryniak ergänzte, dass Russland bisher
keinen Beweis für die Anschuldigungen vorgelegt habe.

Hintergrund des Konflikts

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland einen militärischen Angriff auf die Ukraine. Moskau verlangt
für ein Ende der Kampfhandlungen, dass Kiew auf eine Mitgliedschaft in westlichen Militärbündnissen verzichtet,
während die Ukraine dies als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten ablehnt.

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