Friedrich Merz in Indien: EU und Indien kurz vor historischer Freihandelsvereinbarung
Hintergrund
Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Indien kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz an, dass die Europäische Union und Indien kurz davor stehen, eine historische Freihandelsvereinbarung zu unterzeichnen. Experten sehen darin den möglichen Beginn eines neuen wirtschaftlichen Bündnisses zwischen Europa und Asien.
Freihandelsabkommen und diplomatische Schritte
- EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa sollen Ende Januar nach Indien reisen, um das Abkommen zu unterzeichnen, sofern die Verhandlungen abgeschlossen sind.
- Die Gespräche zwischen Merz und dem indischen Premierminister Narendra Modi konzentrieren sich auf sichere, zuverlässige und flexible Lieferketten.
- Das Abkommen markiert einen Schritt Europas zur Diversifizierung seiner Handelspartner angesichts globaler geopolitischer Veränderungen.
- Merz betonte die Notwendigkeit einer geeinten Strategie, um den wachsenden Einfluss von Großmächten und protektionistischen Tendenzen entgegenzuwirken.
Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Kooperation
- Indien und Deutschland streben tiefere Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie an, einschließlich gemeinsamer Manöver der Luft- und Seestreitkräfte.
- Projekt für den Bau von sechs U-Booten durch Thyssenkrupp Marine Systems in Kooperation mit Mazagon Dock Shipbuilders in Mumbai, Vertragswert ca. 8 Mrd. Euro.
- Technologietransfer zur Stärkung der lokalen indischen Rüstungsindustrie ist Teil der Verhandlungen.
- Handelsbeziehungen sollen aufgewertet werden: Indien liegt derzeit nur auf Platz 23 der deutschen Handelspartner.
- Arbeits- und Bildungspolitik: Starker Anstieg indischer Fachkräfte und Studierender in Deutschland, ca. 170.000 Versicherte und rund 60.000 Studenten.
Statements der Staats- und Regierungschefs
Premierminister Narendra Modi kommentierte via Twitter:
Today’s discussions with Chancellor Friedrich Merz will further energise the India-Germany partnership!@bundeskanzler @_FriedrichMerz pic.twitter.com/9QCGfVWGu3
— Narendra Modi (@narendramodi) January 12, 2026
Fazit
Die EU-Indien-Beziehungen stehen an einem Wendepunkt: Wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch rückt die Partnerschaft enger zusammen. Das potenzielle Freihandelsabkommen könnte nicht nur die Handelsbeziehungen stärken, sondern auch strategische Kooperationen für die Zukunft festigen.



