UEFA bestraft Maccabi-Fans: Rassismus-Skandal eskaliert

Zehntausende Reaktionen, harte Vorwürfe und politische Debatten:
Die Fans von Maccabi Tel Aviv sorgen erneut europaweit für Schlagzeilen.
Nach rassistischen Sprechchören während des Europa-League-Spiels gegen den VfB Stuttgart
hat die UEFA Sanktionen verhängt – und eine hitzige Diskussion entfacht.

UEFA greift durch – Geldstrafe und Fanverbot

Der europäische Fußballverband bestätigte eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro
gegen den israelischen Klub. Zusätzlich wurde ein Fan-Ausschluss für ein Spiel verhängt,
dessen Umsetzung zunächst auf Bewährung ausgesetzt bleibt.

Laut UEFA richteten sich die Sanktionen gegen dokumentierte beleidigende und rassistische Gesänge,
die während des Aufenthalts der Fans in Deutschland zu hören waren.

Digitale Empörung und mediale Fronten

Die Entscheidung löste eine Welle von Reaktionen in sozialen Netzwerken aus.
Journalisten, Aktivisten und Politiker äußerten sich teils scharf – teils kontrovers.

Mehdi Hasan spricht von Doppelmoral

Der bekannte Journalist Mehdi Hasan kritisierte die UEFA offen und warf dem Verband vor,
mit zweierlei Maß zu messen. Seine Aussage, der Verband handle „offenbar antisemitisch“,
polarisierte erneut.

Owen Jones fordert härtere Strafen

Der britische Journalist Owen Jones zeigte sich deutlich kompromissloser.
Er verwies auf den langjährigen Ruf der Fangruppen:

„Diese Fans rufen Parolen wie: ‚In Gaza gibt es keine Schulen mehr, weil es keine Kinder mehr gibt.‘
Allein das rechtfertigt ein komplettes Stadionverbot.“

Kritik an britischen Medien

Auch die Rolle der Medien geriet in den Fokus. Der Kommentator Matt warf britischen
Leitmedien vor, die Fans lediglich wegen ihrer Herkunft verteidigt zu haben –
auf Kosten journalistischer Glaubwürdigkeit.

Politische Stimmen erhöhen den Druck

Der britische Abgeordnete Ayoub Khan sprach von „beschämenden Aussagen“ im Parlament,
mit denen das Verhalten gewalttätiger Ultras relativiert worden sei.
Rassismus dürfe nicht als normale Fankultur dargestellt werden.

Ein Muster mit System?

Von Amsterdam über Griechenland bis Deutschland – immer wieder kam es im Umfeld von
Maccabi-Tel-Aviv-Spielen zu Eskalationen. Ein viel zitierter Kommentar brachte es auf den Punkt:

„Vielleicht liegt das Problem nicht bei allen Gastgeberländern – sondern bei den Fans selbst.“

Fazit

Die UEFA-Strafen markieren einen weiteren Wendepunkt in einer langen Reihe von Kontroversen.
Ob sie ausreichen, um strukturelle Probleme zu lösen, bleibt offen.
Fest steht: Der Druck auf Verbände, Vereine und Politik wächst.


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