Liverpool stolpert erneut: Spätes 2:2 bei Fulham
Der englische Meister setzt seinen Negativtrend fort. Der FC Liverpool kam am Sonntagabend im Craven Cottage nicht über ein spektakuläres 2:2-Unentschieden gegen Fulham hinaus und ließ damit zum zweiten Mal in Folge wichtige Punkte im Titelrennen liegen.
Fulham ging durch den ehemaligen Liverpool-Spieler Harry Wilson (17.) in Führung. Nach der Pause glich Florian Wirtz (57.) aus. In der Nachspielzeit schien Cody Gakpo (90.+4) den Auswärtssieg zu sichern, doch Harrison Reed (90.+9) sorgte mit einem Traumtor für den späten Ausgleich.
Mit diesem Remis bleibt Liverpool bei 34 Punkten auf Rang vier, während Fulham mit 28 Zählern Platz elf behauptet.
Taktische Überlegungen und neue Rollen
Bereits vor dem Anpfiff standen die taktischen Entscheidungen Liverpools im Fokus. Der verletzungsbedingte Ausfall von Hugo Ekitiké zwang das Trainerteam zu flexiblen Lösungen im Angriff. Florian Wirtz agierte phasenweise als falsche Neun, während Cody Gakpo zwischen Flügel und Zentrum pendelte.
Im Vergleich zur vorherigen Partie kehrten Gakpo, Milos Kerkez und Alexis Mac Allister in die Startelf zurück. Auf der Gegenseite überraschte Fulham mit einer 3-4-3-Formation, die defensiv stabil stand und schnelle Umschaltmomente ermöglichte.
Früher Rückschlag trotz Dominanz
Liverpool kontrollierte die Anfangsphase mit hohem Ballbesitz und frühem Pressing. Die erste große Chance hatte Gakpo bereits in der 6. Minute. Doch Fulham schlug eiskalt zu: Harry Wilson nutzte einen schnellen Gegenangriff und traf zur Führung.
Der Treffer zeigte Wirkung. Fulham verteidigte kompakt, während Liverpool zwar Druck aufbaute, aber mehrfach an der gut organisierten Abwehr scheiterte.
VAR, Abseits und zunehmender Druck
Nach der Pause erhöhte Liverpool das Tempo deutlich. Mehrere Treffer wurden wegen Abseits aberkannt, ehe Florian Wirtz in der 57. Minute für den verdienten Ausgleich sorgte. Nach einem präzisen Zuspiel lupfte er den Ball technisch stark über Torhüter Bernd Leno.
In der Folge dominierte Liverpool das Geschehen, traf Aluminium und ließ weitere Chancen liegen – ein bekanntes Muster der vergangenen Wochen.
Drama pur in der Nachspielzeit
Als Cody Gakpo in der 94. Minute nach einer chaotischen Szene im Strafraum zur Führung traf, schien die Entscheidung gefallen. Doch Fulham hatte das letzte Wort.
Harrison Reed bekam in der 99. Minute zu viel Raum und zog aus der Distanz ab. Sein wuchtiger Schuss schlug unhaltbar im Tor von Alisson ein – ein spektakulärer Schlusspunkt in einem denkwürdigen Spiel.
Fazit
Liverpool zeigte spielerische Überlegenheit, zahlte jedoch erneut den Preis für mangelnde Effizienz und defensive Unkonzentriertheiten in der Schlussphase. Fulham hingegen belohnte sich für Moral und Mut mit einem Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlte.
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