„Messi-Nachfolger“ rudert zurück: Lennart Karl entschuldigt sich bei Bayern

Lennart Karl, eines der größten Nachwuchstalente des FC Bayern München, hat sich nach viel diskutierten Aussagen über einen möglichen Wechsel zu Real Madrid offiziell bei seinem Klub entschuldigt. Der 17-Jährige hatte offen über seinen Traum gesprochen, eines Tages das Trikot der Königlichen zu tragen – und damit eine Welle der Kritik ausgelöst.

Ein Satz, der hohe Wellen schlug

In einem Interview hatte Karl erklärt, Bayern München sei ein „riesiger Klub“ und das Spielen dort ein Traum. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass er sich langfristig einen Wechsel zu Real Madrid vorstellen könne – ein Kindheitstraum, den er bislang nur für sich selbst formuliert habe.

Diese Offenheit kam im Umfeld des Rekordmeisters jedoch nicht gut an. In Teilen der deutschen Medien und in sozialen Netzwerken wurde der Youngster scharf attackiert, vereinzelt sogar als illoyal bezeichnet.

Öffentliche Entschuldigung mit schneller Wirkung

Nur einen Tag später reagierte Karl und entschuldigte sich offiziell bei seinem Verein sowie bei allen, die sich durch seine Aussagen verletzt fühlten. Nach Informationen aus Klubkreisen suchte er aktiv das Gespräch mit der sportlichen Führung.

Eberl: „Die Sache ist für mich erledigt“

Bayerns Vorstand Max Eberl bestätigte, dass Karl direkt auf ihn zugegangen sei. Der Spieler habe selbst eingeräumt, dass seine Worte missverstanden werden könnten. Für Eberl war damit das Thema abgeschlossen.

Entscheidend sei, dass Karl auf dem Platz Leistung bringe, sich beim FC Bayern wohlfühle und wisse, welche Perspektiven er im Verein habe.

Vertrag, Leistung und sportliche Perspektive

Lennart Karl steht beim FC Bayern noch bis zum Sommer 2028 unter Vertrag. In der laufenden Saison überzeugte er mit starken Leistungen und war an acht Treffern direkt beteiligt – sechs Tore und zwei Vorlagen in 22 Pflichtspielen.

Auch Sportdirektor Christoph Freund betonte, dass Karl aus jugendlicher Spontaneität gesprochen habe. Der Spieler habe sofort erkannt, dass seine Aussagen falsch interpretiert werden könnten, und Verantwortung übernommen.

Lothar Matthäus stellt sich schützend vor das Talent

Unterstützung erhielt Karl von Vereinslegende Lothar Matthäus. Der frühere Weltfußballer verteidigte den Teenager öffentlich und sprach ihm Reife und Ehrlichkeit zu.

Es sei legitim, Träume zu haben – gerade in diesem Alter. Real Madrid übe auf viele Spieler eine besondere Faszination aus, ebenso wie Bayern München. Entscheidend sei, dass Karl diese Träume mit harter Arbeit verbinde.

Frühe Verbindung zu Real Madrid

Tatsächlich hatte Karl bereits im Alter von zehn Jahren an Probetrainings bei Real Madrid teilgenommen. Nach erfolgreichen Tests durfte er sogar das Estadio Santiago Bernabéu besuchen. Ein Wechsel kam damals jedoch nicht zustande.

Seine Spielweise, die starke linke Seite und seine Körpergröße führten früh zu Vergleichen mit Lionel Messi – ein Etikett, das Karl selbst mit Respekt, aber auch Zurückhaltung betrachtet.

„Messi ist unerreichbar“

Der junge Offensivspieler betonte mehrfach, dass er sich über den Vergleich freue, sich selbst jedoch nicht auf dieser Ebene sehe. Messi sei ein Ausnahmespieler auf dem höchsten Niveau, während er selbst noch am Anfang seiner Entwicklung stehe.

Fazit: Lektion in Medienreife

Der Fall Lennart Karl zeigt, wie schnell einzelne Aussagen im Profifußball zum Politikum werden können. Für den FC Bayern scheint die Angelegenheit jedoch abgeschlossen. Für den Spieler bleibt vor allem eine Erkenntnis: Talent allein reicht nicht – auch Worte wiegen schwer.

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