Klaus Esser unter Verdacht: Gefälschte Juristenabschlüsse sorgen für Ermittlungen
Deutschland – Der AfD-Landtagsabgeordnete Klaus Esser steht unter Verdacht, mehrere juristische Abschlüsse gefälscht zu haben. Die Staatsanwaltschaft Aachen plant offenbar einen Strafbefehl in Höhe von 13.500 Euro und fordert die Aufhebung seiner parlamentarischen Immunität, damit ein Prozess möglich wird.
Details der Vorwürfe
Esser soll ein gefälschtes Zeugnis für das Bestehen des ersten juristischen Staatsexamens sowie den unrechtmäßigen Titel „Master of Laws“ (LL.M.) verwendet haben. Bereits bei seiner Bewerbung für eine leitende AfD-Stelle im Jahr 2018 sollen diese gefälschten Dokumente zum Einsatz gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Monaten wegen Urkundenfälschung, Betrug und Missbrauch von Titeln.
Reaktionen und Verteidigung
Esser erklärte, er sei über den Strafbefehl nicht informiert und betonte, dass seine Immunität zunächst aufgehoben werden müsse. Er bezeichnete die Vorwürfe als Versuch, ihn existenziell zu schädigen, und kündigte an, Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen, sodass es zu einem Gerichtsverfahren kommen würde.
Parteiinternes Tauziehen
Die Affäre belastet auch Essers Stellung innerhalb der AfD. Während der NRW-Landesvorstand ursprünglich das Parteiausschlussverfahren beenden wollte, intervenierte der Bundesvorstand um Alice Weidel und Tino Chrupalla und setzte das Verfahren fort. Der Ausgang des parteiinternen Streits bleibt unklar, doch Esser könnte neben strafrechtlichen Konsequenzen auch der Parteiausschluss drohen.
Universitäten bestätigen keine Abschlüsse
Die Universität Köln bestätigte lediglich die Immatrikulation Essers, nicht jedoch einen Studienabschluss. Die Fernuniversität Hagen erklärte, Esser habe nie die Masterprüfung abgelegt und keinen LL.M.-Abschluss erworben. Esser wiederum gibt an, Dritte hätten Bewerbungsunterlagen ohne sein Wissen verschickt.
Ausblick
Der Fall zeigt die enge Verzahnung von Parteipolitik und rechtlichen Ermittlungen. Während Essers parlamentarische Immunität geprüft wird, bleibt unklar, wie sich Verfahren und parteiinterne Konflikte entwickeln werden.
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