Drittes Olympia-Gold für Deutschland: Taubitz schreibt Geschichte
Cortina d’Ampezzo. Die deutsche Mannschaft baut ihre beeindruckende Bilanz bei den Olympischen Winterspielen 2026 weiter aus. Rodlerin Julia Taubitz hat mit einer überragenden Leistung im Einsitzer das dritte Gold für Deutschland gewonnen – und damit einen der emotionalsten Momente der bisherigen Spiele geliefert.
Dominanz auf dem Eiskanal von Cortina
Die 29-Jährige aus dem Erzgebirge setzte sich nach vier Läufen im traditionsreichen Cortina Sliding Centre souverän durch. Bereits früh zeichnete sich ab, dass Taubitz an diesem Abend kaum zu stoppen war. Konzentriert, technisch sauber und mental stabil nutzte sie die Fehler der Konkurrenz konsequent aus.
Silber sicherte sich die Lettin Elina Bota, Bronze ging an die US-Amerikanerin Ashley Farquharson. Für Taubitz bedeutete der Erfolg nicht nur Olympia-Gold, sondern auch die Krönung einer jahrelangen sportlichen Entwicklung.
Entscheidende Szene bringt frühe Vorentscheidung
Der erwartete Tausendstel-Krimi blieb überraschend aus. Teamkollegin Merle Fräbel, zur Halbzeit noch in Schlagdistanz, verlor im dritten Lauf durch einen Fahrfehler wertvolle Zeit. Ein später starker Abschluss reichte nicht mehr für einen Podestplatz.
Taubitz hingegen blieb unbeeindruckt. Mit einem Vorsprung von mehr als sieben Zehntelsekunden ging sie in den finalen Lauf – eine komfortable Ausgangslage, die sie mit kühlem Kopf ins Ziel brachte.
Olympisches Happy End nach Peking-Trauma
Vier Jahre nach ihrer bitteren Enttäuschung bei den Spielen in Peking, wo sie als Favoritin stürzte und nur Rang sieben belegte, erlebte Taubitz nun ihr persönliches Happy End. „Dieser Moment bedeutet mir alles“, erklärte sie nach dem Rennen sichtlich bewegt.
Mit ihrem Erfolg tritt Taubitz in große Fußstapfen. Sie folgt auf Natalie Geisenberger, die über Jahre hinweg das Frauenrodeln prägte. Bemerkenswert: Seit 1998 stammt jede Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen aus Deutschland.
Deutschlands Rodelverband erneut Erfolgsgarant
Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) bestätigt auch 2026 seine Ausnahmestellung. Bereits in Peking hatten die deutschen Rodler, Bobfahrer und Skeleton-Piloten einen Großteil der Medaillen eingefahren. Auch in Norditalien zeigt sich erneut, wie konstant das deutsche System funktioniert.
Mehr als 50 mitgereiste Fans aus der Heimat sorgten für eine emotionale Kulisse, als Taubitz im Ziel jubelnd ihre Goldmedaille feierte – ein Bild, das sinnbildlich für den starken deutschen Olympia-Auftritt steht.
Ein Traum wird Realität
„Eine olympische Medaille war mein Traum von klein auf“, hatte Taubitz vor dem Wettkampf gesagt. Nun ist aus dem Traum Gold geworden – und Deutschland darf weiter von erfolgreichen Winterspielen 2026 träumen.
Weiterführende Artikel:



