Freiwillige Rückkehr nach Hause: Alles, was Sie über REAG/GARP 2026 wissen müssen
Deutschland – Wer in Deutschland lebt und freiwillig in sein Heimatland zurückkehren möchte, kann auf finanzielle und organisatorische Unterstützung durch die Bundesregierung zählen. Das Programm REAG/GARP (Rückkehr- und Integrationshilfe für Asylsuchende) bietet Hilfe bei der Rückkehr, ist jedoch nicht gesetzlich verpflichtend.
Wer kann teilnehmen?
Teilnahmeberechtigt sind nicht-europäische Staatsangehörige, die in Deutschland wohnhaft sind, über keine eigenen finanziellen Mittel verfügen und freiwillig in ihr Herkunftsland zurückkehren wollen. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass sowie gegebenenfalls ein Visum für das Zielland.
Keine rechtliche Garantie
Die Rückkehrhilfe ist freiwillig und nicht automatisch. Jeder Antrag wird individuell geprüft, und das BAMF entscheidet, ob Unterstützung gewährt wird.
Finanzielle Unterstützung im Überblick
Die Höhe der Unterstützung hängt von Alter, Familienstatus und Staatsangehörigkeit ab:
- Flug- oder Busticket inklusive Transfer zum Flughafen oder Busbahnhof
- 200 € pro Person über 18 Jahre, 100 € für Minderjährige
- Medizinische Unterstützung bei Bedarf (z. B. Rollstuhl, medizinische Begleitung)
- Reintegration im Zielland: bis zu 2.000 € für maximal 3 Monate
- Einmalige Zusatzleistung: 1.000 € pro Erwachsenem, 500 € pro Minderjährigem, max. 4.000 € pro Familie
Die Beträge werden jährlich angepasst und können je nach Bundesland und Herkunftsland variieren.
Organisatorische Unterstützung
Das Programm deckt auch administrative Kosten:
- Reisepass- oder Visagebühren
- Reisen zu Konsulaten oder Ämtern
- Beratung und Begleitung durch staatliche oder gemeinnützige Organisationen
Beratungsstellen und Antragstellung
Über 750 Stellen in Deutschland unterstützen Rückkehrwillige bei der Antragstellung, darunter:
- Nichtstaatliche Organisationen
- Mitarbeiter von Sozialämtern
- Mitarbeiter von Migrations- und Integrationsbüros
Der Antrag umfasst persönliche Angaben des Antragstellers und seiner Familie sowie die Unterzeichnung einer freiwilligen Rückkehrerklärung. Eine Rückkehrbestätigung ist zwingend erforderlich, die erklärt, dass keine Zwangsausreise erfolgt.
Ergebnisse und Zahlen 2025
Im Jahr 2025 entschieden sich 16.600 Menschen in Deutschland für eine freiwillige Rückkehr, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2024. Das Programm unterstützt sowohl die Rückkehr ins Heimatland als auch Migration in ein Drittland.
Integration nach der Rückkehr
Die finanzielle Unterstützung soll die Wiedereingliederung erleichtern. Dazu zählen Hilfe beim Wohnraum, berufliche Orientierung und soziale Unterstützung für bis zu drei Monate nach Ankunft.
Fazit
Das Programm REAG/GARP ist ein zentrales Instrument der deutschen Rückkehr- und Integrationspolitik. Es bietet finanzielle und organisatorische Unterstützung, sichert die freiwillige Rückkehr und erleichtert die Wiedereingliederung im Heimatland – bleibt jedoch freiwillig und individuell prüfbar.



