EHF EURO 2026: Bleibt die Hauptrunde so eng umkämpft?
Nach drei Spieltagen in beiden Gruppen der Hauptrunde bleibt die EHF EURO 2026 außergewöhnlich ausgeglichen. Kein Team gewann bislang mit mehr als vier Toren Unterschied – mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Spanien wartet weiterhin auf den ersten Punkt.
Am Samstag richtet sich der Blick erneut nach Herning, wo Deutschland seine Spitzenposition in der Gruppe verteidigen will. Doch zuvor sorgte eine andere Partie für Schlagzeilen.
Frankreich vs. Portugal: Ein Spiel für die Geschichtsbücher
Frankreich setzte mit einem 46:38-Erfolg gegen Portugal ein deutliches Ausrufezeichen. Was als intensiver Schlagabtausch begann, entwickelte sich rasch zu einer einseitigen Demonstration französischer Offensivkraft.
Historische Zahlen und gebrochene Rekorde
Mit insgesamt 84 Toren wurde ein neuer Rekord für die meisten Treffer in einem Spiel bei einer Männer-EHF-Europameisterschaft aufgestellt. Zudem egalisierte Frankreich seine eigene Bestmarke von 46 Toren in einem EM-Spiel.
- Meiste Tore eines Teams in einer Halbzeit: 28 (Frankreich)
- Meiste Tore beider Teams in einer Halbzeit: 43
- Trefferquote: Frankreich 82 %, Portugal 66 %
Spielverlauf: Frankreich im Torrausch
Die Franzosen starteten mit enormer Intensität und nutzten nahezu jeden Fehler der Portugiesen gnadenlos aus. Bereits früh öffnete sich eine zweistellige Führung. Torhüter Charles Bolzinger erwischte einen Sahnetag und leitete zahlreiche Gegenstöße ein.
Trainer Guillaume Gille konnte es sich leisten, seine komplette Bank zu rotieren. Lediglich Aymeric Zaepfel kam nicht zum Einsatz – alle anderen Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein.
Portugal ohne Antwort
Fünf Tage nach dem spektakulären Sieg über Dänemark wirkte Portugal überraschend kraftlos. Die sonst so gefährlichen Costa-Brüder wurden von der französischen Abwehr konsequent neutralisiert, während auch das Tempospiel kaum funktionierte.
In der zweiten Hälfte stabilisierte sich Portugal zwar leicht und gewann diese mit 23:18, doch der Rückstand aus Durchgang eins war nicht mehr aufzuholen.
Spieler des Spiels
Dika Mem wurde verdient zum Player of the Match gewählt. Der Rückraumspieler traf achtmal bei acht Würfen und bereitete zusätzlich drei Tore vor – eine nahezu perfekte Leistung.
Fazit: Frankreich setzt ein klares Signal
Dieser Auftritt unterstreicht Frankreichs Ambitionen auf den Titel. Während viele Spiele der Hauptrunde extrem eng verlaufen, zeigte der Weltmeister, wie schnell ein Spiel kippen kann, wenn Effizienz, Tempo und Defensive zusammenkommen.




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