Live-Blog: Dänemark krönt sich zum EHF-EURO-Champion 2026
Herning – Die Männer-Europameisterschaft 2026 findet ihren dramatischen Höhepunkt: Gastgeber Dänemark setzt sich im Finale gegen Deutschland mit 34:27 durch und komplettiert damit das Triple aus Weltmeistertitel, Olympiagold und Europameisterschaft.
Historischer Abend vor heimischem Publikum
Vor ausverkaufter Arena in Herning ließen die Dänen keinen Zweifel daran, dass sie bereit waren, Geschichte zu schreiben. 14 Jahre nach dem letzten EM-Triumph 2012 sicherte sich das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen erneut Europas Krone – als erst zweite Nation nach Frankreich 2010 mit allen drei großen Titeln gleichzeitig.
Torhüter-Duell auf Weltklasse-Niveau
Das Finale entwickelte sich phasenweise zu einem hochklassigen Torhüter-Duell. Während Deutschlands Andreas Wolff mit 14 Paraden (31 Prozent Fangquote) einmal mehr seine Ausnahmestellung unterstrich, wurde auf dänischer Seite Kevin Møller zum entscheidenden Faktor. Nach seiner Einwechslung glänzte er mit acht Paraden und wurde verdient zum Player of the Match gekürt.
Gidsel schreibt Turniergeschichte
Offensiv überragte erneut Mathias Gidsel. Mit insgesamt 68 Treffern stellte der Rückraumstar einen neuen Rekord für die meisten Tore bei einer Männer-EHF-Europameisterschaft auf und ließ damit den bisherigen Bestwert von Sander Sagosen (65 Tore, 2020) hinter sich.
Deutschland kämpft – Dänemark setzt sich ab
Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hielt die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason Anschluss. Doch in der entscheidenden Phase nutzte Dänemark deutsche Fehler konsequent aus, erhöhte den Druck über Tempogegenstöße und baute den Vorsprung Schritt für Schritt aus.
Bronze für Kroatien nach Thriller
Im Spiel um Platz drei setzte sich Kroatien knapp mit 34:33 gegen Island durch und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Es war ein emotionales Duell, in dem die Kroaten ihre Niederlage aus dem Halbfinale eindrucksvoll verarbeiteten.
Ein Finale mit Symbolkraft
Die Anwesenheit hochrangiger Gäste – darunter Dänemarks Königin Mary, Premierministerin Mette Frederiksen sowie Bundeskanzler Friedrich Merz – unterstrich die Bedeutung dieses Endspiels. Herning wurde zum Schauplatz eines Abends, der in die Geschichte des europäischen Handballs eingehen wird.
Ausblick: Dänemark bleibt der Maßstab
Mit diesem Titelgewinn zementiert Dänemark seine Vormachtstellung im Welthandball. Für Deutschland bleibt trotz Finalniederlage die Erkenntnis, dass der eingeschlagene Weg stimmt – auch wenn der letzte Schritt zur Krönung erneut verwehrt blieb.
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