Russische Drohnenangriffe fordern Tote – Friedensgespräche bleiben schwierig
Saporischschja, Ukraine – Bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen im Süden der Ukraine sind am frühen Donnerstagmorgen drei Menschen getötet und eine weitere Person verletzt worden. Gleichzeitig räumte der US-Außenminister Marco Rubio ein, dass die von Washington unterstützten Verhandlungen zur Beendigung des Krieges nur schleppend vorankommen.
Tödliche Angriffe und zerstörte Wohnhäuser
Nach Angaben des Gouverneurs der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, wurden bei den Angriffen zwei Frauen und ein Mann getötet. Mehrere Wohnhäuser seien zerstört worden, zudem brachen Brände aus. Die Verletzte befinde sich in medizinischer Behandlung.
Ukrainische Behörden meldeten zudem, dass russische Luftangriffe am Dienstag und Mittwoch verschiedene Landesteile getroffen hätten. Insgesamt seien dabei mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen.
Energieinfrastruktur weiter unter Druck
Seit Wochen setzt Russland seine Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur fort. Besonders die Stromversorgung leidet unter den Attacken – ausgerechnet während der kalten Wintermonate. In mehreren Regionen kam es erneut zu Stromausfällen.
Parallel dazu versuchen russische und ukrainische Unterhändler, unter Vermittlung der USA einen möglichen Ausweg aus dem seit fast vier Jahren andauernden Krieg zu finden.
Moskau meldet Abschüsse ukrainischer Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Donnerstag, die eigene Luftabwehr habe in der Nacht neun ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgeschossen. Vier davon seien über der Region Rostow zerstört worden, zwei über Brjansk, zwei über der Krim und eine über der Region Woronesch.
Neue Verhandlungsrunde in Aussicht
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, dass für den kommenden Sonntag eine neue Gesprächsrunde geplant sei. Auch die Vereinigten Staaten könnten sich laut Marco Rubio erneut aktiv an den Verhandlungen beteiligen.
Rubio betonte jedoch, dass vor allem die Frage der ostukrainischen Gebiete weiterhin das größte Hindernis darstelle. Insbesondere die Region Donezk stehe im Mittelpunkt der laufenden Gespräche.
Unvereinbare Positionen zu den besetzten Gebieten
Der russische Präsident Wladimir Putin bekräftigte, dass Russland die vollständige Kontrolle über den Donbass notfalls mit militärischer Gewalt durchsetzen werde, sollte die Ukraine nicht im Rahmen eines Friedensabkommens darauf verzichten. Russische Truppen kontrollieren dort bereits rund 90 Prozent des Gebietes.
Kiew hingegen lehnt territoriale Zugeständnisse strikt ab. Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung jegliche Abgabe von Land an Russland ablehnt – selbst im Falle eines Waffenstillstands.
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