Trump droht Europa mit Zöllen – Merz zieht klare rote Linien

Berlin – 19. Januar 2026 –
Während US-Präsident Donald Trump erneut Europa mit Strafzöllen bedroht und weiterhin auf einer Übernahme Grönlands besteht, stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz demonstrativ gegen Washingtons Druckpolitik.

Trump verschärft Ton gegenüber Europa

In einem Beitrag auf Truth Social erklärte Trump, Dänemark habe es über Jahre versäumt, Grönland ausreichend vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen. Die strategische Bedeutung der Insel sei für die nationale Sicherheit der USA entscheidend.

Trump machte erneut klar, dass er nicht von seiner Forderung abrücken werde und drohte mehreren europäischen NATO-Staaten mit neuen wirtschaftlichen Sanktionen.

Grönland nicht verkäuflich

Dänemark und die Regierung Grönlands reagierten geschlossen. Beide Seiten betonten, dass Grönland weder zum Verkauf stehe noch Teil der Vereinigten Staaten werden wolle. Auch europäische Partner stellten sich demonstrativ hinter Kopenhagen.

Merz weist Zolldrohungen zurück

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte nach einer Sitzung der CDU-Führung in Berlin, dass Strafzölle die transatlantischen Beziehungen massiv beschädigen würden.

„Zölle treffen am Ende vor allem die Verbraucher in den Vereinigten Staaten selbst. Eine Eskalation schadet beiden Seiten“, so Merz.

Europa bereitet Gegenmaßnahmen vor

Mehrere EU-Staaten kündigten an, im Falle neuer US-Zölle geschlossen zu reagieren. In Brüssel wird derzeit über gezielte Gegenmaßnahmen beraten, darunter mögliche Zölle auf amerikanische Produkte.

Die EU-Kommission betonte zugleich ihre Bereitschaft zum Dialog, warnte jedoch vor wirtschaftlicher Erpressung.

Außerordentlicher EU-Gipfel in Brüssel

Am Donnerstag kommen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu einer Sondersitzung zusammen. Thema sind die wachsenden Spannungen mit den USA sowie die Zukunft der transatlantischen Partnerschaft.

Grönland als geopolitischer Zündstoff

Die Entsendung europäischer NATO-Kontingente nach Grönland hatte Trump scharf kritisiert. Europäische Regierungen hingegen sehen darin ein legitimes Signal der Solidarität und der Verteidigung territorialer Souveränität.


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