Militärische Offensive in Syrien: Armee erweitert Kontrolle über Westufer des Euphrat

International – Ein militärischer Bericht aus Syrien bestätigt, dass die syrische Armee erfolgreich die Kontrolle über das westliche Euphratufer zurückerlangt hat. Quellen zufolge wurden Kräfte der SDF (Demokratische Kräfte Syriens) aus mehreren strategischen Punkten vertrieben, während die Regierung ihre Autorität in der Region wiederherstellt. Parallel dazu riefen die SDF-Bewegungen die Bevölkerung auf, dem zuvor angekündigten Generalmobilmachungsbefehl Folge zu leisten.

Strategische Städte und Sicherheitsmaßnahmen

Die Offensive folgt auf die kürzliche Eroberung der Stadt Al-Shuhail in der Provinz Deir ez-Zor durch die syrische Armee. Lokale Behörden in der Provinz kündigten die Schließung sämtlicher öffentlicher Einrichtungen an, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, während sich die Spannungen weiter verschärften.

Reporter der Al Jazeera berichteten, dass die SDF weiterhin kleine Enklaven in den Industriegebieten und nahe der Stadt Al-Kasra kontrolliert. Laut Angaben der lokalen Medienabteilung wurden mehr als 200 Gefangene aus SDF-Gefängnissen in Al-Kasra befreit.

Darüber hinaus haben schwere Fahrzeuge der syrischen Armee begonnen, strategische Ölstandorte zu sichern, die zuvor von SDF-Truppen geräumt wurden. Gleichzeitig meldeten syrische Stammeskräfte die Kontrolle über Morkada südlich von Al-Hasaka.

Öl- und Gasfelder unter syrischer Kontrolle

Die Syrian Petroleum Company bestätigte, dass die Armee die Sicherheit in den Öl- und Gasfeldern der Region Deir ez-Zor wiederhergestellt hat, darunter die strategischen Felder Al-Omar, Al-Tanak, Koniko, Al-Jafra, Al-Azba sowie die Felder Tayyana, Jeedo, Malih und Azraq. Die Produktion wird in Kürze wieder aufgenommen, sobald die Sicherheitslage vollständig stabilisiert ist.

Die SDF wies die Behauptungen der syrischen Regierung zurück und sprach von fortgesetzten Angriffen auf ihre Positionen in mehreren Fronten.

Zerstörte Infrastruktur in Raqqa

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, dass die SDF den Al-Rashid-Brücke in Raqqa gesprengt hat, nur wenige Stunden nach der Sprengung der alten Brücke über den Euphrat. Diese Angriffe behindern die Bewegungen der Regierungstruppen und stellen eine strategische Herausforderung dar.

Parallel dazu meldete das Militär die vollständige Kontrolle über den Militärflughafen Al-Tabqa und den Vormarsch in Richtung Raqqa.

Koordination mit Stammeskräften und militärische Verstärkungen

Die syrische Armee startete eine koordinierte Operation gemeinsam mit Stammesgruppen gegen SDF-Stellungen östlich des Euphrat in Deir ez-Zor. Verstärkungen wurden in die Provinz entsandt, und Artillerieangriffe zielten auf SDF-Positionen im östlichen ländlichen Gebiet.

Gouverneur von Deir ez-Zor, Ghassan Al-Sayyed Ahmad, kritisierte die Angriffe der SDF auf Wohngebiete und beschrieb diese Aktionen als schwerwiegende Verstöße, die nicht unbeantwortet bleiben würden. Er betonte die Unterstützung der lokalen Bevölkerung, die nach Einheit Syriens strebt.

Bildungseinrichtungen schließen vorsorglich

Die Al-Furat-Universität in Deir ez-Zor stoppte vorübergehend praktische Prüfungen in allen Fakultäten, um die Sicherheit der Studenten angesichts der eskalierenden Lage zu gewährleisten. Die Schließung erfolgte nach Angriffen der SDF auf dicht besiedelte Wohngebiete mit Raketen.

Abtrünnige SDF-Führung ruft zur Kooperation auf

Der gemeinsame Präsident des Exekutivrates der Autonomen Verwaltung in Raqqa, Mashlab Al-Turkan, erklärte seinen Bruch mit der SDF und rief die Bevölkerung zur Rückkehr zur syrischen Regierung auf. In seiner Botschaft forderte er Soldaten auf, entweder zu Hause zu bleiben oder sich der Armee anzuschließen, und ermutigte zivile Angestellte, staatliche Dienste zu unterstützen.

Stammeskräfte berichteten von Gefechten mit SDF-Einheiten in mehreren Dörfern im östlichen ländlichen Deir ez-Zor. Die koordinierte Übergabe der zuvor eroberten Stellungen an die syrische Armee wurde bestätigt.

Fortschritte in der Region Raqqa

Am Samstag gelang es der syrischen Armee, mehrere Dörfer rund um Al-Rasafa zu sichern. Gleichzeitig wurde die SDF aufgefordert, sich vollständig östlich des Euphrat zurückzuziehen. Die Zivilbevölkerung wurde angewiesen, gefährliche Gebiete zu meiden, insbesondere solche, in denen sich Milizen der PKK befinden.

Diese Operationen markieren einen strategischen Wendepunkt im syrischen Konflikt und unterstreichen die zunehmende Fähigkeit der Regierung, kritische Gebiete entlang des Euphrat zurückzugewinnen.

Regionale Auswirkungen und internationale Beobachtung

Analysten weisen darauf hin, dass die Rückeroberung östlicher Gebiete durch die syrische Armee die Kontrolle über wichtige Öl- und Gasressourcen stabilisiert und die Machtbalance in der Region erheblich verändert. Internationale Akteure beobachten die Entwicklungen genau, da sie direkten Einfluss auf humanitäre Hilfsmissionen und regionale Sicherheitsfragen haben.

Lokale Medien berichten von verstärkten Patrouillen und Kontrollpunkten entlang der Hauptverkehrswege, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und die Bewegungen von Milizen einzudämmen.

Ausblick

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, da die syrische Regierung daran arbeitet, ihre Kontrolle über die östlichen Provinzen dauerhaft zu sichern. Der koordinierte Einsatz von Armee und Stammeskräften sowie die Sicherung strategischer Infrastruktur wie Öl- und Gasfelder werden als Schlüssel für die Stabilität der Region angesehen.

Die Entwicklungen in Deir ez-Zor und Raqqa werden weiterhin international beobachtet, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Flüchtlingsbewegungen, Energieversorgung und geopolitische Dynamiken in der gesamten Region.

Die Bevölkerung vor Ort bleibt angespannt, während sich die Sicherheitslage allmählich konsolidiert. Lokale Behörden und internationale Beobachter betonen die Notwendigkeit, humanitäre Hilfe rasch bereitzustellen, um die Folgen der Kämpfe abzumildern.

Quelle:
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