3. Januar als Machtsymbol: Wiederholt Washington das Noriega-Szenario?
Am 3. Januar 1990 nahmen US-Truppen unter Präsident George H. W. Bush den panamaischen Machthaber Manuel Noriega fest.
Exakt 36 Jahre später, am 3. Januar 2026, erklärte US-Präsident Donald Trump, der venezolanische Präsident Nicolás Maduro sei im Rahmen einer überraschenden Militäraktion verhaftet worden.
Zufall oder bewusst gewählte Symbolik? In sicherheitspolitischen Kreisen gilt das Datum als klares Signal Washingtons an Regierungen, die sich der US-geführten Ordnung widersetzen.
Noriega: Vom Partner zum Staatsfeind
Am 20. Dezember 1989 ordnete Präsident Bush senior die Invasion Panamas an. Mehr als 26.000 US-Soldaten wurden im Rahmen der Operation
„Just Cause“ entsandt, mit dem Ziel, Manuel Noriega zu stürzen.
Der einstige Verbündete Washingtons geriet in den 1980er-Jahren zunehmend unter Druck. Die USA warfen ihm
Korruption, Geldwäsche und Drogenschmuggel vor sowie die Gefährdung der Sicherheit des Panamakanals.
Nach seiner Festnahme wurde Noriega in die USA gebracht und zu 40 Jahren Haft verurteilt. Später folgten
weitere Verfahren in Frankreich und Panama.
Maduro: Ein geopolitisches Déjà-vu
Nach monatelangem politischen und militärischen Druck erklärte Präsident Trump, Nicolás Maduro und seine Ehefrau
seien festgenommen worden. Washington beschuldigt Maduro, ein internationales Netzwerk des Drogenschmuggels zu leiten.
Maduro wies die Vorwürfe stets zurück und beschuldigte die USA, einen Regimewechsel anzustreben, um Zugriff auf
die größten bestätigten Erdölreserven der Welt zu erhalten.
Laut Berichten erfolgte die Festnahme nur wenige Stunden nach Beginn massiver Luftangriffe auf Caracas
und strategische Infrastruktur.
Parallelen mit System
Während Noriega sich 1989 noch fast zwei Wochen in der vatikanischen Nuntiatur verstecken konnte,
verlief die Operation gegen Maduro offenbar innerhalb einer einzigen Nacht.
- Identische Anschuldigungen: Drogenhandel und Korruption
- Ähnliche rechtliche Argumentation
- Gleiches Datum: 3. Januar
Analysten sehen darin keine Zufälligkeit, sondern eine gezielte Machtdemonstration der Vereinigten Staaten.
Ein Datum als Warnsignal
Der 3. Januar entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Marker amerikanischer Außenpolitik.
Die Botschaft ist klar: Wer als geopolitischer Störfaktor gilt, könnte am Ende ein ähnliches Schicksal erleiden.
Ob sich das venezolanische Szenario langfristig mit Panama vergleichen lässt, bleibt offen.
Die historische Symbolik jedoch ist eindeutig.
Weiterführende Analysen
Trump meldet Festnahme Maduros nach US-Einsatz



