Vierschanzentournee 2026: DSV-Adler zeigen starke Leistungen, Podium bleibt außer Reichweite

Auch zum Jahreswechsel bleibt der Skisprung-Sport in Deutschland und Österreich in voller Fahrt: Die 74. Vierschanzentournee bietet wieder Spannung pur. Nach dem zweiten Wettkampf in Garmisch-Partenkirchen scheint ein deutscher Gesamtsieg seit 2002 jedoch außer Reichweite.

Domen Prevc dominiert – Hoffmann und Raimund solide

Der slowenische Spitzenathlet Domen Prevc ließ sich trotz schwieriger Windbedingungen nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich das Neujahrsspringen mit Sprüngen von 143 und 141 Metern. Die Deutschen Felix Hoffmann und Philipp Raimund überzeugten mit starken Leistungen, landeten jedoch auf den Plätzen sechs und sieben. Pius Paschke war der einzige weitere DSV-Springer, der in den zweiten Durchgang einzog.

In der Gesamtwertung bleiben Hoffmann und Raimund auf den Rängen vier und sechs, womit sie noch in Schlagdistanz zum Podium sind, auch wenn ein Gesamtsieg unwahrscheinlich erscheint.

Chaos und Disqualifikationen

Das Neujahrsspringen war von technischen Problemen und disqualifizierten Athleten geprägt. So verzögerte ein Ausfall des Schanzenaufzugs den zweiten Durchgang, und der Slowene Timi Zajc wurde erneut wegen eines zu großen Anzugs disqualifiziert. Dies verschaffte Felix Hoffmann und Philipp Raimund indirekt Vorteile und sorgte für unerwartete Verschiebungen im Klassement.

DSV-Adler im Vergleich

  • Felix Hoffmann: Bestplatzierter Deutscher, stabiler Sprung im zweiten Durchgang, Gesamtrang vier.
  • Philipp Raimund: Siebter in Garmisch-Partenkirchen, hält Chancen auf Podium.
  • Pius Paschke: Einziger weiterer Deutscher im zweiten Durchgang, Platz 21.
  • Karl Geiger: Formkrise hält an, scheitert in der Qualifikation von Oberstdorf.

Die beiden jungen DSV-Hoffnungsträger zeigen, dass das deutsche Team auch unter schwierigen Bedingungen konkurrenzfähig bleibt. Dennoch zeigt Prevc’ Dominanz die große Herausforderung für alle Verfolger.

Verletzungen und Rückschläge

Ein schwerer Trainingssturz von Artti Aigro (EST) in Garmisch-Partenkirchen überschattet das Turnier teilweise: Mit angerissenem Seitenband und Mittelfußbruch droht ihm die Olympiateilnahme im Februar. Selbst in schwierigen Momenten zeigte der 26-Jährige Humor und präsentierte sich posttraumatisch optimistisch auf Social Media.

Termine der Vierschanzentournee 2026

  • 28. Dez. 2025 – Qualifikation Oberstdorf
  • 29. Dez. 2025 – Auftaktspringen Oberstdorf
  • 31. Dez. 2025 – Qualifikation Garmisch-Partenkirchen
  • 1. Jan. 2026 – 2. Springen Garmisch-Partenkirchen
  • 3. Jan. 2026 – Qualifikation Innsbruck
  • 4. Jan. 2026 – 3. Springen Innsbruck
  • 5. Jan. 2026 – Qualifikation Bischofshofen
  • 6. Jan. 2026 – Finale Bischofshofen

Die Vierschanzentournee bleibt ein Highlight der Wintersport-Saison. Trotz starker Leistungen der DSV-Adler zeigt die bisherige Dominanz der Slowenen, dass die Jagd auf das Podium weiter spannend bleibt.

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